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Andrea Guenther

Einfach mal tief durchatmen. Das klingt so leicht, fällt im Alltag aber oft erstaunlich schwer. Zwischen Hektik, Verpflichtungen und endlosen To-do-Listen vergessen wir schnell etwas ganz Wesentliches: bewusst zu atmen. Genau hier setzt die Bauchatmung an. Sie kann helfen, Stress zu reduzieren, das Nervensystem zu beruhigen sowie Körper und Geist wieder mehr in Balance zu bringen.

In diesem Artikel erfährst du:

  • Wie sich Brust-, Bauch- und Mischatmung unterscheiden
  • Warum die Bauchatmung Körper und Geist positiv beeinflussen kann
  • Wie du die Bauchatmung Schritt für Schritt erlernst
  • Welche typischen Fehler du vermeiden solltest und wie die Umsetzung im Alltag gelingt

Was ist die Bauchatmung?

Der Begriff Bauchatmung ist eine vereinfachte, alltagstaugliche Bezeichnung. Gemeint ist damit die Zwerchfellatmung. Dabei führt das Zwerchfell den Atem, während sich der Bauch beim Einatmen sanft nach außen bewegt.
 

In Ruhe ist diese Zwerchfellatmung unser natürliches Atemmuster: tief, rhythmisch, langsam und ruhig. Sie nutzt den größten Atemmuskel des Körpers, das Zwerchfell, und wird deshalb auch diaphragmale Atmung genannt.

Diese Atmung verbessert die Effizienz des Gasaustauschs, also den Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid in der Lunge. Sie kann außerdem den Vagusnerv stimulieren und das Nervensystem in einen parasympathischen Zustand bringen. Gemeint ist damit der Teil des Nervensystems, der für Ruhe, Erholung und Regeneration zuständig ist. So fühlen wir uns oft ruhiger, klarer und besser ausbalanciert.

Drei Atemmuster, drei Wirkungen. Hier ein kurzer Überblick:

Unser Atem kann auf unterschiedliche Weise stattfinden, je nachdem, wie stark einzelne Atemräume und Muskeln beteiligt sind.

1. Klavikuläre Atmung

Bei dieser Form sitzt der Atem eher weit oben im Schulter- und Schlüsselbeinbereich. Sie ist flach und tritt häufig bei Stress, Anspannung oder innerer Unruhe auf. Wenn sie zur Gewohnheit wird, kann sie den Körper dauerhaft unter Spannung halten.

2. Kostale Atmung

Hier weitet sich vor allem der Brustkorb. Diese Atemweise ist ganz normal und zum Beispiel bei Bewegung oder körperlicher Belastung sinnvoll. Sie hilft dem Körper, sich schneller an einen erhöhten Sauerstoffbedarf anzupassen.

3. Zwerchfellatmung 

Bei der Zwerchfellatmung hebt und senkt sich vor allem der Bauchraum, während das Zwerchfell aktiv arbeitet. So wird die Atmung tiefer und ruhiger, und die unteren Lungenbereiche können besser genutzt werden. Das unterstützt eine entspannte Atmung und kann dazu beitragen, den Körper in einen Zustand von Ruhe und Regeneration zu versetzen.


Brust- und Bauchatmung im Vergleich

Beide Atemformen erfüllen verschiedene Funktionen und wirken sich unterschiedlich auf den Körper aus. Während die Brustatmung den Körper vor allem in Phasen von Aktivität oder körperlicher Belastung unterstützt, steht die Bauchatmung beziehungsweise Zwerchfellatmung stärker für Ruhe, Entspannung und Regeneration. Deshalb kann es hilfreich sein, im Alltag immer wieder bewusst in eine tiefe und ruhige Bauchatmung zu finden.
 

Wichtig ist jedoch: Brustatmung ist nicht grundsätzlich schlecht. Vor allem bei Bewegung ist sie ganz natürlich. Entscheidend ist vielmehr, dass auch die Bauchatmung im Alltag genügend Raum bekommt, um Stress zu reduzieren und das Wohlbefinden zu fördern.

Wie funktioniert die Bauchatmung

Das Zwerchfell trennt die obere Brust und den Brustkorb vom Bauchraum. 

Das Zwerchfell kontrahiert beim Einatmen. Es flacht somit ab und senkt sich nach unten. Dadurch wird der gesamte Brustraum größer, die Lunge entfaltet sich passiv, Luft strömt ein. Beim Ausatmen entspannt sich der Muskel und kehrt in seine natürliche Kuppelform zurück.

Dabei arbeiten Bauch, Rücken und Atemmuskulatur ganz natürlich zusammen. Beim Ausatmen entspannt sich das Zwerchfell wieder, und die Luft fließt aus der Lunge. Bauch- und Brustmuskulatur unterstützen diesen Vorgang.

Diese Bewegung stimuliert den Vagusnerv und beruhigt das vegetative Nervensystem. Während der Parasympathikus für Erholung und Regeneration sorgt, wird der Sympathikus- der Teil des Nervensystems, der bei positiven und negativen Stress aktiviert wird - herunterreguliert. So sinken Herzfrequenz und Blutdruck, die Verdauung verbessert sich und der Körper gelangt in einen Zustand tiefer Entspannung.

 

Die Wirkung der Bauchatmung auf Körper und Geist

Eine ruhige Bauchatmung kann dazu beitragen, die Atmung zu vertiefen, den Körper besser mit Sauerstoff zu versorgen und gleichzeitig das Nervensystem zu entlasten.

Studien zeigen, dass kontrollierte Atemtechniken die Herzfrequenzvariabilität (HRV) verbessern und das emotionale Gleichgewicht fördern (Zaccaro et al., 2018; Russo et al., 2017). Menschen, die regelmäßig bewusst atmen, berichten über weniger innere Unruhe, bessere Konzentration und mehr Energie. 

Bei Atemwegserkrankungen wie COPD ist das Zwerchfell durch chronische Lungenüberblähung oft abgeflacht und in seiner Funktion eingeschränkt. Bewusste Zwerchfellatmung kann helfen, den Muskel zu reaktivieren und die Atemeffizienz zu verbessern. Wichtig: Bei bestehenden Erkrankungen immer in Absprache mit therapeutischer Begleitung

Besonders wirksam ist die Kombination aus Bauchatmung und der sogenannten Lippenbremse: Dabei wird die Luft langsam durch leicht geschlossene Lippen ausgeatmet, wodurch die Atemwege länger offen bleiben und die Atmung ruhiger wird.

 

Gesundheitliche Vorteile der Bauchatmung

Wusstest du, dass ganz einfache Atemübungen deinen Alltag spürbar erleichtern können? Hier sind die wichtigsten Vorteile:

1. Leistungssteigerung beim Sport:

Sportler:innen profitieren von gut trainierter Zwerchfellatmung, aber nicht unbedingt während der Belastung, wo der Körper automatisch alle Atemkapazitäten kombiniert, sondern besonders in der Regenerationsphase. Bewusst eingesetzt nach dem Training, aktiviert sie den Parasympathikus, beschleunigt die Erholung und kann Muskelverspannungen reduzieren. Eine starke Atemgrundlage macht den Unterschied: beim Durchhalten, beim Regenerieren und bei der Trainingsqualität insgesamt.

2. Verdauungsförderung:

Eine regelmäßige Zwerchfellatmung regt die Verdauung an, da die sanfte Bewegung des Zwerchfells die Bauchorgane leicht massiert und dadurch die Darmaktivität unterstützen kann. Die Forschung von Jerath et al. (2006) legt nahe, dass die Bewegung des Zwerchfells weit über die Atmung hinaus wirkt und unter anderem auch die Verdauung positiv beeinflussen kann.

3. Konzentration & Fokus:

Vor wichtigen Aufgaben oder Prüfungen kannst du mit ein paar tiefen Atemzügen in den Bauch deine Konzentration steigern und nervöse Gedanken beruhigen.

4. Stressabbau im Alltag:

Nach einem anstrengenden Arbeitstag können bewusste, tiefe Atemzüge helfen, zur Ruhe zu kommen und innere Anspannung zu lösen. Schon fünf ruhige Atemzüge in den Bauch können spürbar entspannen. In Verbindung mit Yoga, Meditation oder anderen Atemtechniken wird der natürliche Stressabbau unterstützt und das Körperbewusstsein gestärkt.

5. Unterstützung bei Angstzuständen:

Wenn du spürst, dass Angst in dir aufsteigt, kann eine tiefe und bewusste Bauchatmung helfen, dein Nervensystem zu regulieren. Langsames, ruhiges Atmen kann das Stressniveau senken und dabei unterstützen, innerlich wieder stabiler zu werden.

6. Bessere Schlafqualität:

Vor dem Einschlafen kann bewusstes Atmen helfen, Körper und Geist runterzufahren. Durch langsames Ein- und Ausatmen senkst du deinen Herzschlag, was das Einschlafen erleichtert und die Schlafqualität verbessern kann. In Studien wurde gezeigt, dass langsames, rhythmisches Atmen die Herzfrequenzvariabilität verbessert und das autonome Nervensystem in Richtung Entspannung verschiebt. Das ist eine wichtige Voraussetzung für erholsamen Schlaf (Russo et al., 2017; Zaccaro et al., 2018).

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So gelingt die Zwerchfellatmung am besten

  1. Beim Sitzen aufrecht bleiben, Schultern und Rücken entspannen. So hat das Zwerchfell genügend Platz, sich frei zu bewegen und die Bauchmuskeln arbeiten harmonisch mit.

     
  2. Lege eine Hand auf die Brust und die andere auf den Bauch. So spürst du, wie sich deine Bauchdecke beim Einatmen hebt.

     
  3. Atme langsam durch die Nase ein, bis sich der Bauch nach außen wölbt.

     
  4. Halte den Atem kurz (1–2 Sekunden), ohne Anspannung.

     
  5. Atme ruhig und gleichmäßig durch leicht geschlossene Lippen wieder aus. Das ist die sogenannte Lippenbremse.

Ob im Sitzen, beim Spazierengehen oder in einem stillen Moment zwischendurch: Diese einfache Atemübung lässt sich gut in den Alltag integrieren. Gemeinsam mit Yoga oder Meditation kann sie die innere Balance fördern und das Gespür für den eigenen Körper stärken.

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Hinweis: Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen oder wiederkehrender Atemnot sollten vor neuen Atemübungen Rücksprache mit einem Arzt halten. Eine kontrollierte Atmung kann unterstützend wirken, ersetzt aber keine medizinische Behandlung.

Andrea Günther

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Wusstest du, dass die meisten Menschen gar nicht “richtig atmen”?
Typische Fehler bei der Zwerchfellatmung:

  • Flaches Atmen nur in der Brust: Meist bewegt sich nur die obere Brust (klavikuläre Atmung) was die Sauerstoffversorgung mindert und Stress verstärkt. Eine dauerhaft flache Brustatmung kann Folgen haben, wie etwa Erschöpfung, Verspannungen oder ein dauerhaft erhöhtes Stressniveau.
  • Verkrampfter Bauch oder Hohlkreuz: Anspannung im Bauch oder ein Hohlkreuz blockieren die natürliche Atmung und erzeugen Spannung.
  • Zu schnelles oder unregelmäßiges Atmen: Ruhiges, gleichmäßiges Atmen ist wichtig, sonst verstärkt sich die innere Unruhe.

Häufige Fragen & Mythen zur “Bauchatmung”

Mythen über die Bauchatmung

Eine natürliche, ruhige Bauchatmung ist absolut unbedenklich und hat keine negativen Auswirkungen. Im Gegenteil, sie wirkt sogar beruhigend, entspannend und fördert eine gesunde Atmung, besonders in Ruhephasen, beim Yoga oder in der Meditation.

Nur bei bestimmten Atemtechniken, wie:

  • sehr lange Atempausen (Atemanhalten/Retention),
  • übertriebener, forciert tiefer Bauchatmung über längere Zeit,
  • oder extrem verlangsamter Atmung,

kann es kurzfristig zu Schwindel, Unwohlsein oder einer leichten Hyperventilation kommen. Das ist aber selten, gut steuerbar und meist harmlos. Wichtig ist einfach, auf das eigene Körpergefühl zu achten.

Nicht grundsätzlich. In Ruhe und im Alltag ist Bauchatmung meist die ruhigere und effizientere Atemweise. Bei körperlicher Belastung oder starker Aktivierung beteiligt sich die Brustatmung jedoch ganz natürlich stärker, um den erhöhten Atembedarf zu decken.

Nein, ganz im Gegenteil: Bei der Bauchatmung wird der Atem vor allem vom Zwerchfell geführt. Das unterstützt eine tiefere, ruhigere und natürliche Atmung.

Babys atmen ganz natürlich tief und ruhig. Viele Erwachsene verlieren dieses natürliche Atemmuster im Laufe des Lebens. Bauchatmung hilft aber nicht nur beim Entspannen. Sie kann auch die Atmung ruhiger und effizienter machen und dich dabei unterstützen, selbst in herausfordernden Situationen fokussiert und klar zu bleiben.

In der Regel nicht. Sie ist eher das Gegenteil: eine natürliche und entspannte Form des Atmens. Anfangs kann es ungewohnt sein, den Atem bewusster wahrzunehmen und zu lenken. Mit etwas Übung wird es jedoch leichter und fühlt sich immer natürlicher an.

Für wen ist Zwerchfellatmung besonders geeignet?

  • Gestresste Menschen: Wenn dein Alltag oft hektisch und angespannt ist, hilft dir die Bauchatmung, bewusst zur Ruhe zu kommen, Stress abzubauen und innere Balance zu finden.
  • Sportler:innen: Eine tiefe Bauchatmung sorgt für mehr Sauerstoff im Körper, steigert deine Ausdauer und unterstützt eine schnellere Regeneration nach dem Training.
  • Sänger:innen und Sprecher:innen: Sie profitieren von einer kontrollierten Bauchatmung, weil sie dadurch ihre Stimme besser steuern können und länger ohne Ermüdung auskommen.
  • Menschen mit Schlafproblemen: Bauchatmung wirkt beruhigend auf das Nervensystem, hilft dir, schneller abzuschalten und entspannt einzuschlafen.
  • Alle, die ihre Konzentration verbessern wollen: Durch die Verbindung von Atem und Fokus fördert die Bauchatmung Klarheit und geistige Präsenz – gerade in stressigen oder anspruchsvollen Situationen.

Übungen & Integration im Alltag

Probiere bewusstes Atmen regelmäßig aus und beobachte, wie es deinen Alltag ruhiger und angenehmer machen kann.

  • Beginne den Tag mit 3 Minuten ruhigem, bewusstem Atmen
  • Nutze kurze Pausen zwischendurch, um einmal innezuhalten und besonders auf ein langes, entspanntes Ausatmen zu achten.
  • Erinnere dich in stressigen Momenten daran, den Atem wieder bewusst fließen zu lassen und nicht flach oder hastig zu werden.
  • Baue diese Form des Atmens in alltägliche Situationen ein, zum Beispiel beim Zähneputzen, Spazierengehen, Autofahren oder in kurzen Pausen zwischen Terminen.
  • Timer oder Apps können dich dabei unterstützen, regelmäßig kleine Atempausen einzulegen, etwa alle ein bis zwei Stunden.
  • Kombiniere mit anderen Techniken: Auch in Verbindung mit Meditation, Yoga oder progressiver Muskelentspannung lässt sich bewusstes Atmen gut in den Alltag integrieren.
  • Variiere die Atemtechnik: Probiere z.B. die „4-7-8“-Atmung (4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden halten, 8 Sekunden ausatmen) für noch mehr Ruhe.
  • Hab Geduld mit dir. Am Anfang kann es ungewohnt sein, den Atem bewusst wahrzunehmen. Mit etwas Übung wird es leichter und natürlicher.
  • Achte auf deine Haltung: Sitze aufrecht, Schultern entspannt, um die Atmung optimal zu unterstützen.

Fazit

Bauchatmung ist mehr als nur eine Entspannungstechnik. Sie ist eine einfache und wirkungsvolle Möglichkeit, den Atem bewusster wahrzunehmen und im Alltag gezielt zur Ruhe zu kommen. Sie kann helfen, das Nervensystem zu beruhigen, die Regeneration zu unterstützen und das Körpergefühl zu verbessern.

Ob in stressigen Phasen, nach körperlicher Belastung, vor dem Einschlafen oder in ruhigen Momenten: Bewusstes Atmen kann das Wohlbefinden stärken und dazu beitragen, dass du dich ruhiger, klarer und mehr bei dir fühlst.

Häufige Fragen zur Bauchatmung

Bauchatmung ist, wenn du beim tiefen Einatmen deine Bauchdecke weitest und beim Ausatmen wieder sanft nach innen ziehst.

Sie sorgt für Tiefenentspannung, kann Stress lösen und unterstützt die Sauerstoffversorgung.

Durch gezielte Übungen. Zum Beispiel: Setz dich ganz bequem hin und platzier eine Hand auf deinem Bauch. Atme langsam durch die Nase ein und spüre, wie sich deine Bauchdecke hebt. Beim Ausatmen senkt sich die Bauchdecke wieder sanft. Bleib ganz bei deiner Atmung – ruhig, tief und gleichmäßig. Spüre den Atemfluss und die Bewegung von deinem Bauch.

Beim Einatmen senkt sich das Zwerchfell nach unten, der Bauch wölbt sich sichtbar nach vorne. Dadurch füllt sich die Lunge tief mit Luft. Beim Ausatmen entspannt sich das Zwerchfell und der Bauch zieht sich wieder zurück.

Ja, Bauchatmung ist sehr gesund. Sie verbessert die Sauerstoffversorgung, fördert Entspannung und kann Stress reduzieren.

Wer nur flach in den Brustkorb atmet, versorgt den Körper weniger effektiv mit Sauerstoff, was zu Verspannungen, Stress und schnellerer Erschöpfung führen kann.

Stress, falsche Haltung, mangelnde Achtsamkeit auf die Atmung und Gewohnheiten, die dazu führen, dass das Zwerchfell nicht richtig arbeitet.

Ja, Bauchatmung gilt als die natürliche und gesündere Atemtechnik.

Idealerweise mehrmals täglich für einige Minuten – zum Beispiel morgens nach dem Aufwachen, zwischendurch im Alltag oder abends vor dem Schlafengehen. Je regelmäßiger du übst, desto leichter fällt es deinem Körper, in stressigen Momenten automatisch in die beruhigende Bauchatmung zu wechseln. Schon ein paar bewusste Atemzüge können einen großen Unterschied machen.

Für jeden! Besonders hilfreich ist sie bei Stress, wenn der Kopf rast und die Gedanken laut sind. Auch bei Schlafproblemen kann die Bauchatmung helfen, zur Ruhe zu kommen. Und beim Sport unterstützt sie dich, indem sie für mehr Sauerstoff sorgt und deine Ausdauer verbessert.

Häufig atmen wir zu flach – nur in den Brustraum – statt tief in den Bauch. Auch ein Hohlkreuz beim Üben oder ein verkrampfter Bauch können die Bauchatmung erschweren. Achte darauf, möglichst entspannt zu sitzen oder zu liegen, den Bauch locker zu lassen und bewusst in die Tiefe zu atmen.

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Studien & Quellen

  • Zaccaro, A., et al. (2018). How breath-control can change your life: A systematic review on psychophysiological correlates of slow breathing. Frontiers in Human Neuroscience, 12(353).
  • Russo, M. A., et al. (2017). The physiological effects of slow breathing in the healthy human. Breathe, 13(4), 298–309.
  • Jerath, R., et al. (2006). Physiology of long pranayamic breathing: Neural respiratory elements may provide a mechanism that explains how slow deep breathing shifts autonomic balance. Medical Hypotheses, 67(3), 566–571.