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Perimenopause: die unterschätzte Startphase der Wechseljahre

veröffentlicht von Barbara Birke in Regeneration am 17.08.2026
Barbara B
Barbara Birke
In diesem Artikel
03. <p> In unserem <a href="https://blackroll.com/de/artikel/zyklusbasiertes-training#entry:3043393@2:url">natürlichen, regulären Zyklus</a> – vor Beginn hormoneller Umstellungen – reifen Monat für Monat eine oder mehrere Eizellen in den Follikeln an. Der Ablauf ist dabei vorhersehbar: </p> <ul> <li> In der ersten Zyklusphase steigt Östrogen </li> <li> Nach dem Eisprung wird vermehrt Progesteron gebildet </li> <li> Beide Hormone bereiten den Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vor </li> </ul> <p> In der Perimenopause lässt die Funktion der Eierstöcke langsam nach, immer weniger Follikel mit befruchtungsfähigen Eizellen reifen heran, und der Eisprung wird seltener. Progesteron sinkt häufig bereits früh in der Perimenopause, während Östrogen stark schwanken kann, bevor es später dauerhaft abnimmt. Mit zunehmender Umstellung verlaufen viele Zyklen schlussendlich auch anovulatorisch – also komplett ohne Eisprung. </p> <p> Der Menstruationszyklus kann sich im Verlauf der Perimenopause zunehmend verändern. Während der frühen Übergangsphase bleibt der Zyklus bei vielen Frauen oft noch regelmäßig, mit einer zunehmenden hormonellen Umstellung kommt es im weiteren Verlauf immer häufiger zu Schwankungen: Blutungen können stärker oder schwächer, kürzer oder länger ausfallen oder zeitweise ganz ausbleiben. </p> <h3> Spätere Übergangsphase der Perimenopause </h3> <p> In der späteren Perimenopause zeigt sich ein deutlicher Östrogenmangel, die ovarielle Funktion kann nicht mehr vollständig kompensieren. Symptome nehmen stärker zu, und auch der Knochenmineralverlust wird messbar. </p> <p> Östrogen beeinflusst Nervensystem, Stoffwechsel, Temperaturregulation, Muskel- und Knochengesundheit sowie Schlaf und Stimmung, während Progesteron beruhigend wirkt und die Stressregulation unterstützt. Schwankende Hormonwerte machen das Nervensystem sensibler, was Schlafqualität, Energie, Konzentration und emotionale Belastbarkeit beeinflusst. </p> <p> Menstruationsfreie Intervalle verlängern sich in der späteren Übergangsphase häufig auf über 60 Tage, FSH steigt, Progesteron sinkt, Eisprünge werden seltener – spontane Eisprünge und damit eine theoretische Fruchtbarkeit sind jedoch bis zur letzten Menstruation weiterhin möglich. </p> <p> Die Dauer und Ausprägung der Symptome hängen von Alter, BMI, Rauchen und genetischer Veranlagung ab. </p>

Die Perimenopause ist die hormonelle Übergangsphase vor der Menopause und kann bereits Jahre vor der letzten Regelblutung beginnen. Typische Beschwerden wie Schlafstörungen, Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme oder Zyklusveränderungen entstehen vor allem durch Schwankungen von Östrogen und Progesteron. Regelmäßiges Kraft- und Ausdauertraining, ausreichend Protein, guter Schlaf und gezielte Stressregulation können helfen, Beschwerden zu reduzieren und Muskel- sowie Knochengesundheit langfristig zu unterstützen.

Kurz zusammengefasst

  • Die Perimenopause beginnt meist in den 40ern und kann mehrere Jahre dauern.
  • Östrogen und Progesteron schwanken zunehmend, Eisprünge werden unregelmäßiger.
  • Häufige Symptome sind Schlafprobleme, Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Zyklusveränderungen und Gewichtszunahme.
  • Krafttraining, Bewegung, proteinreiche Ernährung sowie Schlaf- und Stressmanagement gehören zu den wichtigsten Maßnahmen.
  • Bei stärkeren Beschwerden können ärztlich begleitete Therapien wie eine Hormonersatztherapie sinnvoll sein.

Vielleicht wachst du plötzlich regelmäßig um 3 Uhr morgens auf, bist schneller gereizt, erschöpft oder hast das Gefühl, nicht mehr ganz „du selbst“ zu sein – obwohl du an deinem Lebensstil und deinen Gewohnheiten nichts verändert hast.

Vielleicht verändert sich auch dein Menstruationszyklus: Deine Periode kommt etwas früher oder später als gewohnt oder fällt stärker bzw. schwächer aus.

Selbst wenn deine Periode noch regelmäßig ist, kann der Grund für dieses gefühlte Chaos der Beginn einer großen hormonellen Umstellung sein: die Perimenopause – die Startphase der Wechseljahre.

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Was ist Perimenopause? Definition & Abgrenzung

Die Perimenopause ist die hormonelle Übergangsphase rund um die letzte Regelblutung. Sie beginnt meist mehrere Jahre vor der Menopause und kann über ein Jahrzehnt dauern.

Viele Frauen spüren schon Jahre vor dem Ausbleiben der letzten Monatsblutung eine hormonelle Veränderung. Anfangs äußern sich diese oft unspezifisch: Hitzewallungen, Erschöpfung oder das Gefühl, sich „fremd im eigenen Körper“ zu fühlen.

Verantwortlich sind die Hormonschwankungen von Östrogen und Progesteron, die schrittweise beginnen und sowohl Körper als auch Psyche beeinflussen.

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Hormonelle Umstellung: Östrogen & Progesteron im Fokus

In unserem natürlichen, regulären Zyklus – vor Beginn hormoneller Umstellungen – reifen Monat für Monat eine oder mehrere Eizellen in den Follikeln an. Der Ablauf ist dabei vorhersehbar:

  • In der ersten Zyklusphase steigt Östrogen
  • Nach dem Eisprung wird vermehrt Progesteron gebildet
  • Beide Hormone bereiten den Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vor

In der Perimenopause lässt die Funktion der Eierstöcke langsam nach, immer weniger Follikel mit befruchtungsfähigen Eizellen reifen heran, und der Eisprung wird seltener. Progesteron sinkt häufig bereits früh in der Perimenopause, während Östrogen stark schwanken kann, bevor es später dauerhaft abnimmt. Mit zunehmender Umstellung verlaufen viele Zyklen schlussendlich auch anovulatorisch – also komplett ohne Eisprung.

Der Menstruationszyklus kann sich im Verlauf der Perimenopause zunehmend verändern. Während der frühen Übergangsphase bleibt der Zyklus bei vielen Frauen oft noch regelmäßig, mit einer zunehmenden hormonellen Umstellung kommt es im weiteren Verlauf immer häufiger zu Schwankungen: Blutungen können stärker oder schwächer, kürzer oder länger ausfallen oder zeitweise ganz ausbleiben.

Spätere Übergangsphase der Perimenopause

In der späteren Perimenopause zeigt sich ein deutlicher Östrogenmangel, die ovarielle Funktion kann nicht mehr vollständig kompensieren. Symptome nehmen stärker zu, und auch der Knochenmineralverlust wird messbar.

Östrogen beeinflusst Nervensystem, Stoffwechsel, Temperaturregulation, Muskel- und Knochengesundheit sowie Schlaf und Stimmung, während Progesteron beruhigend wirkt und die Stressregulation unterstützt. Schwankende Hormonwerte machen das Nervensystem sensibler, was Schlafqualität, Energie, Konzentration und emotionale Belastbarkeit beeinflusst.

Menstruationsfreie Intervalle verlängern sich in der späteren Übergangsphase häufig auf über 60 Tage, FSH steigt, Progesteron sinkt, Eisprünge werden seltener – spontane Eisprünge und damit eine theoretische Fruchtbarkeit sind jedoch bis zur letzten Menstruation weiterhin möglich.

Die Dauer und Ausprägung der Symptome hängen von Alter, BMI, Rauchen und genetischer Veranlagung ab.

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<p> In unserem <a href="https://blackroll.com/de/artikel/zyklusbasiertes-training#entry:3043393@2:url">natürlichen, regulären Zyklus</a> – vor Beginn hormoneller Umstellungen – reifen Monat für Monat eine oder mehrere Eizellen in den Follikeln an. Der Ablauf ist dabei vorhersehbar: </p> <ul> <li> In der ersten Zyklusphase steigt Östrogen </li> <li> Nach dem Eisprung wird vermehrt Progesteron gebildet </li> <li> Beide Hormone bereiten den Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vor </li> </ul> <p> In der Perimenopause lässt die Funktion der Eierstöcke langsam nach, immer weniger Follikel mit befruchtungsfähigen Eizellen reifen heran, und der Eisprung wird seltener. Progesteron sinkt häufig bereits früh in der Perimenopause, während Östrogen stark schwanken kann, bevor es später dauerhaft abnimmt. Mit zunehmender Umstellung verlaufen viele Zyklen schlussendlich auch anovulatorisch – also komplett ohne Eisprung. </p> <p> Der Menstruationszyklus kann sich im Verlauf der Perimenopause zunehmend verändern. Während der frühen Übergangsphase bleibt der Zyklus bei vielen Frauen oft noch regelmäßig, mit einer zunehmenden hormonellen Umstellung kommt es im weiteren Verlauf immer häufiger zu Schwankungen: Blutungen können stärker oder schwächer, kürzer oder länger ausfallen oder zeitweise ganz ausbleiben. </p> <h3> Spätere Übergangsphase der Perimenopause </h3> <p> In der späteren Perimenopause zeigt sich ein deutlicher Östrogenmangel, die ovarielle Funktion kann nicht mehr vollständig kompensieren. Symptome nehmen stärker zu, und auch der Knochenmineralverlust wird messbar. </p> <p> Östrogen beeinflusst Nervensystem, Stoffwechsel, Temperaturregulation, Muskel- und Knochengesundheit sowie Schlaf und Stimmung, während Progesteron beruhigend wirkt und die Stressregulation unterstützt. Schwankende Hormonwerte machen das Nervensystem sensibler, was Schlafqualität, Energie, Konzentration und emotionale Belastbarkeit beeinflusst. </p> <p> Menstruationsfreie Intervalle verlängern sich in der späteren Übergangsphase häufig auf über 60 Tage, FSH steigt, Progesteron sinkt, Eisprünge werden seltener – spontane Eisprünge und damit eine theoretische Fruchtbarkeit sind jedoch bis zur letzten Menstruation weiterhin möglich. </p> <p> Die Dauer und Ausprägung der Symptome hängen von Alter, BMI, Rauchen und genetischer Veranlagung ab. </p>

Viele Begriffe rund um die Wechseljahre sind oft unbekannt oder werden verwechselt. Tatsächlich gibt es vier hormonelle Phasen: Prämenopause, Perimenopause, Menopause und Postmenopause.

Perimenopause

Die Perimenopause bezeichnet die hormonelle Übergangsphase vor der Menopause. Sie kann bereits Jahre vor der letzten Monatsblutung beginnen und ist durch zunehmende hormonelle Schwankungen gekennzeichnet.

Häufig berichten Frauen beispielsweise über Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen, eine veränderte Stresswahrnehmung, Erschöpfung oder das Gefühl, sich nicht mehr ganz wie gewohnt zu fühlen. Gerade in der frühen Perimenopause können diese Beschwerden auftreten, obwohl der Menstruationszyklus noch regelmäßig sein kann.

Menopause

Die letzte spontane Monatsblutung. Festgestellt wird sie rückblickend, wenn über 12 Monate keine Menstruation mehr aufgetreten ist. Im Durchschnitt tritt sie um das 50. Lebensjahr auf, kann individuell jedoch früher oder später stattfinden.

Die Produktion von Östrogen und Progesteron ist nun dauerhaft deutlich reduziert und die ovarielle Funktion weitgehend erschöpft.

Postmenopause

Die Phase nach der letzten Monatsblutung. Der Hormonspiegel bleibt dauerhaft niedrig, wodurch sich Stoffwechsel, Knochen- und Muskelgesundheit langfristig verändern können. Die Knochendichte nimmt durch den sinkenden Östrogenspiegel ab, ebenso kann Muskelmasse verloren gehen.

In dieser Phase gewinnen Faktoren wie Bewegung, Krafttraining, Ernährung, Schlaf und Stressregulation eine zentrale Bedeutung für Gesundheit und Lebensqualität.

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Die 8 häufigsten Symptome der Perimenopause

Speziell in der Perimenopause nehmen Beschwerden und Symptome oft deutlich zu und können häufiger oder intensiver auftreten. Die hormonellen Veränderungen wirken sich dabei auf viele Bereiche des Körpers aus – von Zyklusveränderungen und Schlafproblemen über Stimmung, Energie und Stoffwechsel bis hin zu Haut und Haaren. Typisch ist außerdem, dass die Symptome nicht konstant auftreten, sondern in ihrer Intensität und Ausprägung im Verlauf der Perimenopause stark schwanken.

Zyklusveränderungen

Störungen und Veränderungen im natürlichen Zyklus können sich im Laufe der Wechseljahre einstellen, müssen aber nicht unbedingt am Anfang der Perimenopause auftreten. Dein Zyklus kann sich zwar verändern, du kannst aber auch schon eine Vielzahl an anderen Symptomen erleben und mitten in der Perimenopause stecken, bevor dein Zyklus tatsächlich unregelmäßig wird.

Während Zyklusveränderungen grundsätzlich in jedem Lebensabschnitt vorkommen können – z. B. durch Stress oder Schlafmangel – können sie bei manchen Frauen aber auch Teil der Perimenopause sein. Typische Anzeichen inkludieren dann:

  • Erste ausbleibende Menstruation
  • Schwankende Zykluslänge (kürzer oder länger als gewohnt)
  • Veränderte Blutungsstärke (stärker oder schwächer)
  • Unregelmäßige Eisprünge bis hin zu anovulatorischen Zyklen

Schlafstörungen

Schlafstörungen treten bei vielen Frauen ab den 40ern auf und nehmen häufig mit Beginn der Perimenopause zu. Vor allem in Kombination mit Hitzewallungen kommt es oft zu Durchschlafproblemen und unruhigem Schlaf.

Während des Schlafes laufen wichtige Regenerations- und Verarbeitungsprozesse im Gehirn ab: Synaptische Verbindungen werden neu organisiert und neuronale Netzwerke reguliert. Fehlt erholsamer Schlaf, können neue Informationen schlechter verarbeitet und gespeichert werden – das Gehirn fühlt sich regelrecht „vernebelt“ an. Typisch sind neben diesem Brain Fog auch Konzentrationsprobleme, innere Unruhe und eine geringere Stressresistenz am nächsten Tag.

Um dein hormonell und nervlich überlastetes System wieder zu regulieren, solltest du vor allem an deiner Schlafqualität und an der Stabilisierung von Energie- und Stresshaushalt arbeiten (siehe Kapitel „Perimenopause bewältigen: Die wichtigsten Strategien für Frauen“).

Hitzewallungen

Hitzewallungen zählen zu den häufigsten vasomotorischen Symptomen der Wechseljahre. Sie können bereits in der Perimenopause auftreten, nehmen in ihrer Häufigkeit und Intensität jedoch bei vielen Frauen erst im späteren Verlauf der hormonellen Übergangsphase zu.

Zusätzlich können Faktoren wie Rauchen, erhöhtes Körpergewicht, Stress, Angst oder depressive Verstimmungen die Beschwerden verstärken. Bei manchen Frauen treten Hitzewallungen nur vorübergehend auf, bei anderen können sie jedoch über viele Jahre bestehen bleiben.

Stimmungsschwankungen und Energielosigkeit

Während der Perimenopause können emotionale Belastung, erhöhte Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen deutlich zunehmen. Mit fortschreitender hormoneller Umstellung treten bei manchen Frauen zusätzlich depressive Verstimmungen, Angstzustände, Energielosigkeit und Müdigkeit auf. Besonders betroffen sind Frauen mit chronisch hohem Stresslevel, Schlafproblemen oder wenig sozialer Unterstützung.

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Perimenopause-Test: Selbst-Check & ärztliche Diagnostik

Einen eindeutigen Test für die Perimenopause gibt es nicht. Anhand bestimmter Symptome kannst du jedoch erste Hinweise auf die hormonelle Umstellung erkennen:

  • Unregelmäßige Zyklen und schwankende Zyklusdauer
  • Stärkere oder schwächere Blutung
  • Schlafstörungen
  • Hitzewallungen
  • Stimmungsschwankungen

Diese Anzeichen bedeuten nicht automatisch Perimenopause. Ärztliche Abklärung ist notwendig: Hormone wie FSH, Estradiol und AMH (Anti-Müller-Hormon, ein Marker der ovariellen Reserve) geben ein genaueres Bild.

Entscheidend ist immer das Gesamtbild aus Symptomatik, Zyklusverlauf und Laborwerten.

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Perimenopause bewältigen: Die wichtigsten Strategien für Frauen

Die Perimenopause ist eine Phase mit individuell ausgeprägten Symptomen. Trotzdem muss es keine Phase sein, vor der man „Angst“ hat – mit ein paar symptomorientierten Ansätzen können wir gezielt die Lebensqualität verbessern und die Phase rund um die Menopause optimieren.

Dabei zählen vor allem vier Hebel: Bewegung und Krafttraining inkl. Faszientraining, Ernährung, Schlaf- & Stressmanagement und medikamentöse Optionen.

Krafttraining für Muskel- und Knochenerhalt

Krafttraining ist in jeder Lebensphase günstig – aber besonders in der Perimenopause und den Jahren danach kommt es durch den sinkenden Östrogenspiegel zu einem beschleunigten Verlust von Knochendichte und Muskelmasse.

Studien zeigen, dass Frauen in dieser Phase aufgrund des abfallenden Östrogenspiegels bis zu 10 % ihrer Knochenmasse verlieren und gleichzeitig Kraft und Muskelmasse abnehmen. Die Perimenopause ist daher ein kritisches Zeitfenster, um präventive Maßnahmen zu setzen – und mit intensivem Krafttraining diesen strukturellen Verlusten entgegenzuwirken.

Die aktuelle Studienlage zeigt: Progressives Krafttraining ist eine der wirksamsten nichtmedikamentösen Strategien, um Muskel- und Knochenverlust in der Perimenopause zu verlangsamen. Hier unsere konkreten Empfehlungen:

  • 2–3 Krafttrainingseinheiten pro Woche in Form eines Ganzkörpertrainings
  • Mindestens 48 Stunden Regeneration zwischen den Einheiten
  • Wirksam sind vor allem hohe mechanische Belastungen mit ca. 70–85 % der maximalen Kraft (Anstrengungsgefühl auf einer Skala von 1–10 zirka 7 oder 8).

Studien zeigen, dass genau diese Intensitäten deutlich stärkere Effekte auf Muskelkraft und Knochenstruktur haben als moderates Training. Das heißt also für dich: Schwer heben! Hier aber immer am besten nochmals Tipps durch ein ausgebildetes Fachpersonal holen, um die optimale Technik bei den Übungen zu erlernen und Verletzungsgefahr zu minimieren.

Auch moderates Krafttraining ist übrigens sehr wertvoll – insbesondere für Einsteiger, ältere Menschen oder nach einer längeren Trainingspause. Entscheidend ist, regelmäßig zu trainieren und die Belastung im Laufe der Zeit individuell zu steigern. Am wichtigsten ist es, Krafttraining überhaupt zu integrieren – sei es mit moderaten oder mit schwereren Gewichten!

Langfristig denken: Der Körper braucht ca. 6–12 Monate, um strukturelle Effekte zu zeigen.

Bewegung & Faszientraining

Regelmäßige körperliche Bewegung ist eine der wichtigsten nichtmedikamentösen Strategien zur Linderung von Beschwerden während der Perimenopause. Sowohl aerobe Bewegung (Schwimmen, Radfahren, flottes Spazieren) als auch Krafttraining haben positive Effekte.

Regelmäßiges Training (das heißt mindestens 3–4 Einheiten pro Woche über einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten) kann Symptome wie Schlafstörungen, depressive Verstimmung und Erschöpfung reduzieren. In diversen Leitlinien, wie z. B. vom American College of Sports Medicine, wird eine Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining empfohlen, ergänzt durch Mobilitäts- und Gleichgewichtsübungen.

Ein zusätzlicher Baustein ist das Faszientraining und das allgemeine Mobility-Training. Regelmäßige myofasziale Techniken wie Foam Rolling, dynamisches Dehnen oder federnde Mobilisationsübungen können die Beweglichkeit verbessern, muskuläre Steifigkeit reduzieren und Schmerzen lindern. Besonders hilfreich sind hier kleine, niederschwellige Hilfsmittel wie der BLACKROLL Mini Ball und die BLACKROLL Standard Faszienrolle. Diese Tools können gezielt zur Behandlung von muskulären Spannungen, zur Verbesserung der Beweglichkeit und zur Unterstützung der Regeneration eingesetzt werden.

Gerade in der Perimenopause, wenn häufiger Gelenk- und Muskelschmerzen auftreten, kann diese Form des Trainings eine sinnvolle Ergänzung zum Kraft- und Ausdauertraining sein.

Ernährung: Proteine & entzündungsarm essen

Eine proteinreiche, ausgewogene Ernährung spielt in der Peri- und Postmenopause eine zentrale Rolle, da der alters- und hormonell bedingte Abbau von Muskelmasse (Sarkopenie) beschleunigt werden kann. Eine ausreichende Proteinzufuhr unterstützt den Erhalt von Muskelgewebe, fördert die Regeneration nach Bewegung und wirkt dem Kraftverlust im Alltag entgegen.

Besonders günstig ist eine gleichmäßige Verteilung über den Tag hinweg (z. B. 20–30 g Protein pro Mahlzeit). Dabei solltest du in etwa 1,2 bis 1,6 g Protein pro kg Körpergewicht pro Tag zu dir nehmen, vor allem wenn du körperlich aktiv bist.

Ergänzend ist auch ein Fokus auf entzündungsarme Ernährung sinnvoll: Iss viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und hochwertige Fette, wie Omega-3-Fettsäuren, um systemische Entzündungsprozesse zu reduzieren und Beschwerden wie Müdigkeit oder Stoffwechselveränderungen positiv zu beeinflussen.

Schlaf & Stressmanagement

Schlaf und gutes Stressmanagement sind in der Peri- und Postmenopause wichtig, da uns die hormonellen Schwankungen empfindlicher machen können. Erhöhte Stressbelastung und vor allem chronischer Stress gehen sehr häufig mit Schlafproblemen, innerer Unruhe und Energietiefs einher.

Ein wichtiger Marker ist hier die Herzratenvariabilität (HRV), die die Anpassungsfähigkeit unseres Körpers an Stress widerspiegelt. Maßnahmen wie regelmäßige Schlafzeiten, Bewegung, Atemübungen oder Entspannungstechniken können helfen, die Stressregulation zu verbessern und die Schlafqualität zu stabilisieren.

Medikamentöse Optionen: HRT & pflanzliche Mittel

Die Hormontherapie (HRT) kann bei typischen Symptomen wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Zyklusbeschwerden laut Studien effektiv eingesetzt werden. Dabei werden vor allem Östrogene (als Hauptwirkstoff) und – je nach Gebärmutterstatus – zusätzlich Gestagene bzw. Progesteron eingesetzt, um die hormonelle Situation zu stabilisieren und die Schleimhaut zu schützen.

In der Regel kommen niedrige, individuell angepasste Hormondosen zum Einsatz, mit dem Ziel, starke hormonelle Schwankungen abzuflachen. Häufig erfolgt eine kontinuierliche Einnahme, die je nach Lebensphase und Bedarf auch mit Verhütungsmethoden kombiniert werden kann.

Zu alternativen medikamentösen Behandlungsmethoden zählen Antidepressiva wie SSRI (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer), lokale Östrogene, Gabapentin oder auch Melatonin. Diese Stoffe werden je nach Symptomatik eingesetzt und können bei Hitzewallungen, depressiver Stimmung, vaginaler Trockenheit oder Schlafproblemen helfen.

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Häufige Fragen zur Perimenopause

FAQ

Die Perimenopause ist die hormonelle Übergangsphase rund um die letzte Menstruation. In dieser Zeit beginnen unsere Eierstockhormone Östrogen und Progesteron stark zu schwanken, was zu diversen körperlichen und psychischen Symptomen führen kann.

Typischerweise beginnt die Perimenopause in etwa in den 40ern, das ist aber von Frau zu Frau unterschiedlich und kann auch früher oder später einsetzen.

Die Dauer der Perimenopause ist sehr unterschiedlich und kann von weniger Jahren bis über ein Jahrzehnt dauern. Die Übergangsphase geschieht meist schleichend und wird oft erst rückwirkend als ein solche definiert.

Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Hitzewallungen und Veränderungen bei Haut, Gewicht oder Zyklus sowie eine veränderte Stressverarbeitung können unter anderem typische Symptome für die Perimenopause sein.

Eine eindeutige Diagnose gibt es nicht, allerdings können gewisse Marker im Blut (Östrogen, Progesteron, AMH, FSH) und eine Reihe an Symptomen und Zyklusveränderung ein Hinweis darauf sein.

Besonders wirksam und nachhaltig sind Maßnahmen wie regelmäßige Bewegung, Faszientraining, Krafttraining, guter Schlaf, Stressreduktion und eine entzündungsarme Ernährung. Nach individueller ärztlicher Abklärung kann auch eine Hormonersatztherapie sehr sinnvoll sein.

Ja, vor allem regelmäßiges Kraft- und Ausdauertraining (3–4 Mal pro Woche) können Symptome stark verbessern und unterstützen den Muskel- und Knochenerhalt und somit die Lebensqualität nachhaltig.

Die Menopause ist der klar definierte Zeitpunkt der letzten Menstruation (rückwirkend nach 12 Monaten ohne Blutung bestätigt). Die Perimenopause ist die Übergangsphase vor der letzten Periode, die Postmenopause wird als Phase nach der letzten Blutung beschrieben.

Quellen & Studien 

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