
Hendrik Pfeiffer – Run together. Forever
Am 27. September kehrt Hendrik Pfeiffer an den Ort zurück, an dem er im vergangenen Jahr mit Platz sieben sein bislang bestes Ergebnis beim BMW BERLIN-MARATHON erzielte. Dieses Mal steht er erneut an der Startlinie – allerdings nicht mit dem Ziel, seine eigene Zeit zu verbessern. Als Pacemaker will er seine Frau Esther durch ihren ersten Marathon führen, auf den sie sich langfristig und gezielt vorbereitet hat. Zwei Wochen später wartet in Chicago sein eigenes großes Rennen.
Running City Berlin
Am 27. September 2026 richtet sich der Blick der Marathon-Elite nach Berlin:
Beim 52. BMW BERLIN-MARATHON werden insgesamt fast 80.000 Teilnehmende aus aller Welt erwartet.
Mehr als eine Million Zuschauer: innen und Besuchende verfolgen das Laufevent vor Ort.


Von Berlin nach Chicago
„Wir haben das bewusst so geplant: In Berlin kann ich Esther bestmöglich unterstützen und zwei Wochen später dann mein eigenes Rennen laufen.“
Dass Hendrik beim prestigeträchtigsten Marathon Deutschlands bewusst auf den Kampf um seine eigene Zeit verzichtet und Esther als Pacemaker unterstützt, zeigt, wie groß der Zusammenhalt der beiden ist – ein beeindruckendes Zeichen, das man in der Marathonwelt nicht oft sieht. Seine Rolle als Pacemaker ist für Hendrik etwas Besonderes:
„Mein Start als Pacemaker für Esther ist auch für mich etwas ganz Besonderes. Ich bin sehr froh, dass ich nicht am Streckenrand stehen und einfach nur passiv mitfiebern muss, sondern das Gefühl habe, selbst Verantwortung zu übernehmen und aktiv dazu beitragen zu können, dass es für sie ein richtig gutes Rennen wird.“
Mehr als ein Tempomacher
Als Pacemaker übernimmt Hendrik weit mehr als die Aufgabe, ein bestimmtes Tempo zu laufen. Er plant, wie er Esther sicher durch das Rennen führt, wann sie sich in einer Gruppe positionieren müssen und wie er ihr auch in unübersichtlichen Situationen Raum verschafft.
„Ich möchte Esther mental Sicherheit geben, möglichst den kürzesten Weg über die Strecke wählen und früh antizipieren, wo wir uns innerhalb einer Gruppe positionieren müssen.“


Aufladen & weiterlaufen – Hendriks Recovery Tipps
- Schlaf bleibt die Grundlage:
Für mich ist Schlaf die absolute Grundlage. Recovery-Produkte und andere Maßnahmen können zusätzlich helfen, aber fehlenden Schlaf kann man damit nicht ersetzen. - Recovery to Go:
Die Sachen müssen griffbereit sein. Deshalb nutze ich zum Beispiel die COMPRESSION BOOTS, den AIR LOUNGER und die FASCIA GUN sehr regelmäßig und nehme sie oft mit zu Wettkämpfen oder habe sie aktuell direkt in unserem ‚Geisterhaus‘ stehen, sodass ich nach dem Training unmittelbar mit der Regeneration beginnen kann. - Belastung steuern und bewusst abschalten:
Für mich gehört genauso zum Profi-Dasein dazu, den Mut zu haben, eine Einheit anzupassen oder zu streichen, wenn es wirklich nötig ist. Ich habe dann aber bewusst entschieden, diese Einheit nicht wie vorgesehen durchzuziehen, sondern mir einen zusätzlichen Recovery Day zu nehmen. In einer harten Marathonvorbereitung dreht sich sehr viel um Training und Regeneration, da ist es wichtig, einfach mal rauszugehen, einen Kaffee zu trinken und für einen Moment aus dieser Sportblase herauszukommen. - Regeneration endet nicht an der Ziellinie:
Ein Marathonzyklus ist nicht mit dem Überqueren der Ziellinie beendet. Er ist erst dann abgeschlossen, wenn der Körper sich vollständig von diesem Marathon erholt hat. Nur so kann man eine lange Karriere aus meiner Sicht nicht nur erfolgreich, sondern auch erfüllend gestalten.
Mit Hendrik auf dem Fast Track
Während des Rennens geht es nicht nur darum, nach vorne zu schauen und verdammt schnell zu sein – Hendrik muss auch immer wieder im Blick behalten, was hinter ihm passiert, und die Läufergruppe zusammenhalten.
„Ich weiß ziemlich genau, wann Esther einen Push braucht und wann es besser ist, einfach ruhig zu bleiben. Man darf es mit der Motivation schließlich auch nicht übertreiben.“
Wie viel Energie sie sich gegenseitig geben, hat Hendrik beim Berlin-Marathon im vergangenen Jahr selbst erlebt. Als er unter schwierigen Bedingungen einen Läufer nach dem anderen überholte, rief Esther ihm an der Strecke zu: „Und der Nächste! Und der Nächste!“
„Das hat mich in diesem Moment unglaublich motiviert und mir noch einmal zusätzliche Kraft gegeben.“
„Dieses Jahr werden die Rollen gewissermaßen vertauscht – und vielleicht kann ich ihr diese Unterstützung auf der Strecke zurückgeben.“
Windy City & LA 2028
Zwei Wochen nach dem BMW BERLIN-MARATHON wartet in Chicago Hendriks eigenes großes Ziel. Mit dem sechsten und letzten Major, der ihm noch fehlt, möchte er seine Six-Star-Serie vervollständigen und seine aktuelle Form erneut in ein starkes Resultat umsetzen.
„Für Chicago hoffe ich, meine aktuelle Form erneut in ein starkes Resultat umsetzen zu können – ich will unter 2:07 Stunden finishen.“
Noch größer ist der gemeinsame Traum: Hendrik und Esther wollen es als Ehepaar zu den Olympischen Spielen nach Los Angeles 2028 schaffen und dort beide beim Marathon an der Startlinie stehen.
„Das wäre für uns wahrscheinlich eines der größten Ziele, die wir gemeinsam erreichen könnten.“

