
„Viele Menschen sehen nicht, was hinter dem Erfolg steckt.“
Während Millionen Menschen aktuell die Tour de France verfolgen, beginnt der wichtigste Teil der Geschichte lange vor dem Grand Départ.
Nicht vor jubelnden Fans. Nicht vor Fernsehkameras. Sondern auf einer Hochebene in der spanischen Sierra Nevada.
Dort, wo es kaum mehr gibt als Asphalt, Berge und dünne Luft.
Gemeinsam mit dem Rennradteam Soudal Quick-Step, dem Wolfpack, waren wir genau dort unterwegs.
„Je höher wir kommen, desto stiller wird es.“
Wir sitzen im Begleitfahrzeug.
Vor uns verschwindet das Peloton in den Bergen.
Mit jedem Kilometer wird die Straße schmaler. Mit jedem Höhenmeter stiller.
Irgendwann gibt es hier oben nichts mehr. Keine Cafés. Keine Zuschauer. Keine Häuser. Nur perfekt asphaltierte Straßen, Berge und dünne Luft auf . Genau diese Leere macht die Sierra Nevada zu einem der wichtigsten Trainingsorte im internationalen Radsport. Hier zählt nur der nächste Anstieg. Und das Rennen, das erst Wochen später beginnt.
Mit jeder weiteren Minute, in der unser Kamerateam an Höhe gewinnt, steigt der Druck auf den Ohren. Die Luft wird spürbar dünner. Während wir die Höhe längst merken, treten die Fahrer vor uns scheinbar unbeeindruckt weiter in die Pedale. Die Straßen rund um das Trainingslager liegen auf über 2.000 Metern. Darüber erhebt sich der Mulhacén – mit 3.482 Metern der höchste Berg des spanischen Festlands.
Nach wenigen Stunden versteht man, warum die besten Teams der Welt jedes Jahr hierher zurückkehren. Die Höhe fordert den Körper. Die Ruhe schärft den Fokus.
Hier oben gibt es nichts, was vom Wesentlichen ablenkt.
Ein Ort an dem Performance entsteht.
„Was im Fernsehen kontrolliert aussieht, fühlt sich aus nächster Nähe kompromisslos an.“
Das Beeindruckendste passiert nicht bergauf. Sondern bergab.
Als die Straße sich öffnet, beschleunigen die Fahrer innerhalb weniger Sekunden auf ein Tempo, das wir aus dem Auto kaum fassen können. Im Fernsehen wirken diese Abfahrten spektakulär.
Neben ihnen fühlen sie sich kompromisslos an.
Zentimeter neben der Leitplanke. Kurve für Kurve.
Jeder Fahrer kennt seine Linie. Jeder vertraut dem anderen.
Nach wenigen Minuten im Begleitfahrzeug reden wir kaum noch miteinander. Wir versuchen zu begreifen, mit welcher Selbstverständlichkeit sich das Wolfpack durch diese Berge bewegt. Geschwindigkeit ist hier nur ein Teil der Geschichte. Der andere heißt Vertrauen.
„Warum tut man sich das an?“
Die Fahrer bringen es selbst am besten auf den Punkt:
Es sind Monate voller Schmerzen in den Beinen. Schmerzen im Rücken. Stürze. Sonnenbrand. Tage, an denen der Körper lieber Pause machen würde. Und trotzdem steigen sie am nächsten Morgen wieder aufs Rad.
„Manchmal frage ich mich, warum ich mir das antue.“
Eine ehrliche Aussage.Denn im Profiradsport gehört Leiden zum Beruf.
„Du verlierst häufiger, als du gewinnst. Das gehört zu diesem knallharten Sport.“
Vielleicht macht genau das diesen Sport so besonders.
Recovery im Alltag des Wolfpacks
- Keine Zeit verlieren im Teambus: Direkt nach intensiven Einheiten beginnt die Regeneration – oft noch bevor das Rad verstaut ist sitzen die Jungs mit den COMPRESSION BOOTS im Teambus.
- Recovery trotz Hotelwechsel: Während der Tour de France wechseln die Fahrer innerhalb weniger Wochen unzählige Hotels. Routinen wie das RECOVERY PILLOW helfen dabei, auch unterwegs konstant gut zu schlafen.
- Keep your eyes on the Routines: Höchstleistung entsteht nicht erst im Rennen, sondern in der Vorbereitung, der Regeneration und den vielen kleinen Routinen dazwischen.
- Die unsichtbaren Prozentpunkte: Genau dort setzt die Partnerschaft zwischen BLACKROLL und Soudal Quick-Step an – in den Momenten, die kaum jemand sieht, die aber den Unterschied machen.
"Im Peloton gewinnt selten der Stärkste allein.“
Siege entstehen durch Vertrauen, klare Rollen und Fahrer, die bereit sind, ihre eigenen Chancen dem Erfolg der Mannschaft unterzuordnen. Wer heute seinen Kapitän schützt oder das Feld kontrolliert, kann morgen selbst um einen Etappensieg fahren. Genau dieses Prinzip hat das Wolfpack zu einer der erfolgreichsten Mannschaften des modernen Radsports gemacht.
„Je mehr du trainierst, desto mehr gewöhnst du dich an das Leiden.“
Nach ein paar Tagen in der Sierra Nevada reisen wir ab. Die Speicherkarten sind voll, die Eindrücke im Kopf klingen tagelang noch nach. Wir verarbeiten erstmal alles.
Eins wurde klar: Leiden ist hier keine Ausnahme. Es ist Alltag.
„Je mehr du trainierst, desto mehr gewöhnst du dich an das Leiden und die Schmerzen.“
Was zunächst widersprüchlich klingt, erklärt einer der Fahrer wenig später selbst:
„Der Wunsch, sich immer weiter zu pushen, gehört einfach dazu. Vielleicht muss man das Leiden irgendwann sogar mögen. Aber dann gibt es diese Momente – wenn du einen Anstieg drei Sekunden schneller fährst oder einen Sprint gewinnst. Genau diese Momente treiben uns an. Sie sind der Grund, warum wir immer wieder an unsere Grenzen gehen.“
„Es ist ein besonderes Gefühl von Stolz.“
Nach ein paar Tagen in der Sierra Nevada reisen wir ab. Die Speicherkarten sind voll. Die Eindrücke klingen noch tagelang nach. Wir müssen das erstmal verarbeiten.
Warum tut man sich das an?
Die Antwort eines Fahrers bleibt hängen: „Es ist ein besonderes Gefühl von Stolz. Mehr noch als das Ergebnis zählt, dass wir in diesem Moment unser absolutes Maximum abrufen konnten – weil wir uns bewusst dafür entschieden haben.“
Eigentlich beginnt jede Tour-de-France-Geschichte genau hier. In den Höhentrainingslagern der Teams, in denen der Grundstein für die späteren Momente im Rampenlicht gelegt wird.
Zwischen Asphalt. Über 2.000 Metern Höhe. Nassen Radtrikots. Und den vielen Routinen, die niemand feiert – und für die es jeden Tag Disziplin braucht.
Built in Silence.





