
3.400 Einzelstarter. 650 Staffeln. Rund 300.000 Fans entlang der Strecke. Jahr für Jahr verwandelt sich das fränkische Roth in das Mekka des Triathlon Sports und wird zur Bühne für eines der größten Langdistanzrennen der Welt - der DATEV Challenge Roth.
Wenn Frederic Funk dort am 05.07 an der Startlinie steht, beginnt sein Rennen nicht erst an diesem Tag. Es hat Monate zuvor begonnen.
Die Vorbereitung hat ihn gezwungen, geduldig zu sein. Rückschläge zu akzeptieren. Darauf zu vertrauen, dass der Prozess irgendwann wieder Ergebnisse liefert. Und zu erkennen, dass der Weg zurück manchmal genauso herausfordernd ist wie der Weg nach oben.
Im Interview spricht der deutsche Triathlet über Disziplin, Schmerz, extreme Bedingungen und die ständige Suche nach seinem eigenen Limit.
Frederic Funk
- Zählt zu den erfolgreichsten deutschen Triathleten seiner Generation.
- Der 27-Jährige vom Bodensee gewann bereits zahlreiche internationale Rennen und gehört seit Jahren zu den konstantesten Athleten im Langdistanz-Triathlon.
- Doch die größte Herausforderung wartet diesmal nicht in Roth.
- Er zählt zu den erfolgreichsten deutschen Triathleten seiner Generation.
- Der 27-Jährige vom Bodensee gewann bereits zahlreiche internationale Rennen und gehört seit Jahren zu den konstantesten Athleten im Langdistanz-Triathlon.
- Doch die größte Herausforderung wartet diesmal nicht in Roth.
Freds Rennen läuft – seit Monaten
Im Mai beutelt ihn ein Magen-Darm-Infekt, Fred verliert sechs Kilo Gewicht. Er berappelt sich aber der nächste Rückschlag folgt kurz darauf. Vier Wochen vor der Challenge Roth sitzt Frederic Funk zitternd im Auto auf dem Weg nach Hause. Eigentlich sollte er in Livigno auf knapp 1.900 Metern Höhe die letzten entscheidenden Trainingstage vor dem Saisonhöhepunkt absolvieren. Doch eine Lebensmittelvergiftung zwingt ihn dazu, das finale Höhentrainingslager vorzeitig abzubrechen.
„Ich dachte zunächst, dass ich weiter trainieren kann, aber mein Magen hat sich nicht erholt und ich hatte einfach keine Energie mehr." Statt die letzten Prozent für Roth herauszuholen, geht es plötzlich darum, vollständig gesund zu werden und die Energiespeicher wieder aufzufüllen.
Die gesamte Jahresplanung muss neu ausgerichtet werden.


Der Antrieb
Für viele wäre das ein Moment, die eigenen Ziele zu hinterfragen. Aufzugeben. Für Frederic Funk gehört auch das zu seinem ganz eigenen Weg. Was treibt ihn an, immer wieder aufzustehen und weiterzumachen?
"Am Ende geht es dabei aber vor allem darum, mir selbst etwas zu beweisen. Ich möchte sehen, ob das, was ich jeden Tag investiere, wirklich zu meinem großen Ziel führen kann, Weltmeister zu werden und zu den besten Athleten der Welt zu gehören. Wenn man diesen Weg dabei nicht genießen kann, dann hat man einen wichtigen Teil seines Lebens verpasst.“
Ob sich die harte Arbeit am Ende auszahlt? "Natürlich weiß niemand, ob es am Ende funktioniert. Vielleicht werde ich Weltmeister, vielleicht auch nicht. Aber genau das treibt mich an", sagt er lächelnd.


Road to Roth
- 1.000+ Trainingsstunden pro Jahr
- Bis zu 8.000 Kalorien verbrennt er pro Trainingstag
- Die größte Herausforderung? Diese Energie auch wieder aufnehmen - Riegel und Gels muss er regelmäßig zu sich nehmen
- Fred tritt 320 Watt über 180 km auf der Fahrrad-Langdistanz
- Spezielle Trainingslager auf bis zu 2.400 m Höhe in Sierra Nevada
VO₂max-Einheiten an der absoluten Belastungsgrenze
Alles ums Thema Swim. Bike. Run.
Triathlon der Extraklasse - Challenge Roth 2025Swim. Bike. Run. Und die unbequeme Wahrheit
"Ich habe den Anschluss verloren."
Frederics Ehrlichkeit, nach mehreren Rückschlägen in diesem Jahr, zeugt von Größe und schonungsloser Konfrontation.
"Ich musste nach den Pausen erstmal realisieren, wie sehr das Level jetzt im Profisport im Triathlon gestiegen ist. Und dass ich den Anschluss zur Spitze verloren hatte.“
Das liegt auch daran, dass sich der Sport verändert. Triathlon ist längst keine Nischen- oder Trendsportart mehr und größer als ein Lifestyle Phänomen. Das macht sich auch in der Spitze bemerkbar. Die Leistungsdichte steigt jährlich, Trainingsmethoden werden professioneller, Teams größer und die Anforderungen an Athletinnen und Athleten komplexer. Wer heute in der Weltspitze mitmischen will, braucht mehr als Talent und harte Trainingseinheiten. Diese Entwicklung hat auch Frederic gespürt.


„Ich musste zuerst ein, zwei Schritte zurückgehen. Wieder den Fokus auf mich selber richten und nicht den Ergebnissen hinterherjagen.“
Konstantes Training und kleine wichtige Schritte nach vorne, das ist jetzt sein Plan.
Wer beim Triathlon gewinnen will, muss mehr können als swim, bike, run. Es geht bei dieser intensiven Sportart um die nötige Regeneration, abgestimmte Ernährung, ausreichend Schlaf, eine perfekte Belastungssteuerung und das richtige Umfeld. Rund um Frederic ist über die Jahre ein professionelles Team entstanden, das ihn dabei unterstützt, genau diese Bereiche zu optimieren.
Freds BLACKROLL Recovery Routines
- Die COMPRESSION BOOTS nutze ich sehr häufig, einfach angenehm die anzuschnallen und auf der Couch zu liegen.
- FASCIA GUN. Nutze ich nicht nur zur Recovery, aber auch als Warm Up Tool vor Einheiten, um meine Muskeln aufzuwärmen.
- Die Blackroll. Selbsterklärend!
- Ich kann nicht mehr ohne mein RECOVERY PILLOW schlafen und nehme es auch überall hin mit.
- Der AIR LOUNGER. Ich bin begeistert wie einfach man den auf und abbauen kann, mega praktisch weil ich quasi eine “Couch to go” habe.


Full Focus: Challenge Roth
Kurz vor dem größten Event des Jahres am 05. Julia zeigt seine Formkurve nun wieder bergauf, der Körper hat sich erholt. Fred spürt wieder den Rückenwind. "Die guten Ergebnisse in den letzten Wochen bei den Wettkämpfen waren dabei nicht das eigentliche Ziel. Sie waren vielmehr die Bestätigung dafür, dass Geduld manchmal die beste Antwort ist.“
Monate der Vorbereitung. Krankheiten. Rückschläge. Trainingslager. Zweifel. Die Arbeit hat sich ausgezahlt.
Die Weltszene des Triathlons versammelt sich in Roth, auch die Elite geht an den Start: „Natürlich stehen dort Athleten wie Kristian Blummenfelt, Sam Laidlow oder Patrick Lange am Start. Aber genau das macht für mich den Reiz aus.“
Sein Ziel? Keine Platzierungen oder Prognosen erfüllen, sondern sich mit den besten Athleten der Welt messen, um herauszufinden wo er wirklich steht.
„Das motiviert mich enorm.“
Jetzt ist der Moment gekommen, all das auf die Probe zu stellen.
„Wenn ich in Roth meine Leistung abrufen kann, möchte ich sehen, wie nah ich an diese Athleten herankomme.“
Frederic Funk ist wieder auf einem guten Weg. Aber hat er in Roth wirklich schon die nötige Wettkampfhärte? Alles spricht dafür. Der 27-Jährige ist auch deshalb „ready“, weil sein Mindset so besonders ist und Rückschläge dabei Teil seines Weges zurück nach oben sind.





