
Marathon-Guide 2026: Alle Läufe in Deutschland und den europäischen Hauptstädten
Neues Jahr, neue Ziele – und für viele heißt das: endlich den ersten Marathon laufen. Der Jahreswechsel ist der perfekte Moment, um sich eine sportliche Herausforderung vorzunehmen. Laufen boomt nicht ohne Grund: Der Sport ist unkompliziert, braucht kaum Equipment und lässt sich praktisch überall ausüben. Ob im Stadtpark, auf dem Land oder in einer europäischen Metropole – die 42,195 Kilometer der Königsdisziplin locken jedes Jahr mehr Sportlerinnen und Sportler an die Startlinie, von Amateur bis Profi.
Das wachsende Interesse bemerkt man dabei am ebenso stark wachsenden Angebot stetig. Immer mehr Marathons entstehen – von kleinen regionalen Läufen bis hin zu großen City-Events. Damit ihr den passenden Lauf für euer Vorhaben findet, haben wir uns die Marathon-Landschaft 2026 in Deutschland und europäischen Hauptstädten genauer angeschaut.
Der große deutsche Marathon-Preischeck 2026
Nicht nur der Puls ist oft dreistellig beim Marathon, sondern auch die Startgebühren können schnell hoch gehen. In den letzten Jahren haben viele Hobbyläufer deutliche Preissteigerungen gespürt. Wettkämpfe, die früher selbstverständlich waren, sind heute für manche kaum noch drin. Zeit also, sich die Startgelder fürs neue Jahr genauer anzuschauen und zu prüfen, wo man mit Frühbuchangeboten richtig sparen kann.
Wir haben 110 Marathons in Deutschland genauer unter die Lupe genommen. Der BMW Berlin Marathon, der bekannte Hauptstadt-Lauf durch rund einhundert Jahre deutsche Geschichte, ist mit 205 € der teuerste des Landes, einen Frühbucherrabatt gibt es nicht, jedoch ein Sozialticket für 50 €. Den 2. Platz belegt der Marathon München by Brooks mit 145 € Startgeld und 115 € für die Frühbucher. Dicht dahinter: der Mainova Frankfurt Marathon mit 136 €.
Der Marathon Wellen in Niedersachsen ist mit nur 15 € der günstigste kostenpflichtige Marathon Deutschlands und gleichzeitig einer der traditionsreichsten: Seit über 50 Jahren führt der Landschaftslauf durch die Natur rund um Beverstedt.
Komplett kostenlos ist der Nord-Süd-Marathon in Erzhausen (Hessen), allerdings kein klassischer Lauf: Die 42,2 km führen mit 600 Höhenmetern durch den Odenwald bis zum Felsenmeer. Es handelt sich um einen privaten Trainingslauf ohne Verpflegung oder Streckenbetreuung. Wer hier startet, muss sich also selbst organisieren, dafür gibts ein pures Naturerlebnis ganz umsonst.
Gute Nachrichten: wer rechtzeitig bucht, kann in Deutschland ordentlich sparen. Beim Werderseelauf in Bremen und dem Stadtwerke Lübeck Marathon sind zum Beispiel bis zu 45 € Ersparnis drin. Insgesamt bieten 86 von 110 Marathons einen Frühbucherrabatt an.
Es lohnt sich also nicht nur auf der Strecke schnell zu sein, denn im Durchschnitt kostet ein Startplatz 63 €, Frühbucher zahlen nur 47 €. Das macht eine Ersparnis von 17 €, nur durch rechtzeitiges Anmelden.
Und wann wird gelaufen? Der September ist der beliebteste Monat, der Sonntag der beliebteste Tag. Also: Kalender zücken, früh buchen und Laufschuhe schnüren!
Die schnellsten Läuferinnen in Deutschland
Selbstverständlich ist die Anmeldegebühr nicht das Hauptthema beim Lauf eines Marathons. Für die meisten zählt auf der Strecke vor allem eines: die Zeit. Viele setzen sich vor dem Start ein klares Ziel, ob persönliche Bestzeit oder einfach ankommen. Im Schnitt liegen die Laufzeiten in Deutschland bei rund vier Stunden, variieren aber je nach Strecke und Veranstaltungsort deutlich. Die Durchschnittszeiten haben wir in einer anderen Analyse ausgewertet.
Spannend wird es, wenn wir an die Spitze schauen. Hier wird sichtbar, wie viel Leidenschaft, Training und Tempo in Deutschlands größten Marathons stecken und wer 2025 laufend Geschichte geschrieben hat.
Der schnellste Mann unserer Analyse ist Sebastian Sawe aus Kenia beim BMW Berlin Marathon mit einer beeindruckenden Zeit von 02:02:16 Stunden, das entspricht einer Geschwindigkeit von 20,7 km/h, schneller als mancher auf dem Fahrrad. Damit verpasste er den Weltrekord (02:00:35 Stunden) um nur 1:41 Minuten und lief die schnellste Marathonzeit des Jahres 2025.
Auf den weiteren Plätzen folgen der Hamburg Haspa Marathon (02:03:46), der Mainova Frankfurt Marathon (02:06:16) und der ADAC Marathon Hannover (02:06:29), alle unter der magischen 02:07-Marke. Bei den Frauen sieht das Podium anders aus: Hier liegt die Bestzeit beim Hamburg Haspa Marathon. Edesa Workenesh lief dort 02:17:55 Stunden (03:16 min/km, 18,4 km/h) – Weltklasse. Platz 2 geht an Frankfurt (02:19:34), Platz 3 an Berlin (02:21:05). Im Schnitt kommen die Siegerinnen in 03:13:05 Stunden ins Ziel, die Männer in 02:46:38 Stunden.
Fun Fact: Beim Berlin-Marathon 2025 wurde nicht nur die Jahresbestzeit gelaufen, auch der Halbmarathon verzeichnete einen Teilnehmerrekord und kam nahe an den Streckenrekord heran.
Die Teilnehmerzahlen Deutschlands im Überblick
Der BMW Berlin Marathon ist nicht nur der teuerste, sondern auch der größte Marathon des Landes: 48.134 Läuferinnen und Läufer gingen beim letzten Event an den Start. Auf Platz 2 folgt der Mainova Frankfurt Marathon mit 15.456 Teilnehmenden, auf Platz 3 der Hamburg Haspa Marathon mit 11.683 – ein deutlicher Abstand zur Berliner Konkurrenz.
Interessant: Mit dem Spreewald Marathon (6.066 Teilnehmer) schafft es ein Landschaftslauf unter die Top 5, die Naturkulisse steht hier vor dem Großstadtflair.
Am anderen Ende der Skala: Der Wintermarathon Clara-Park Leipzig mit nur 7 Teilnehmern – der familiärste Marathon Deutschlands. Dicht dahinter der Drebber Lauf (8 Teilnehmer) und der bereits erwähnte Nord-Süd-Marathon (16 Teilnehmer).
Der Median liegt übrigens bei 186 Teilnehmern – die meisten aller deutschen Marathons sind also eher klein und heimisch. Wer Massenveranstaltungen meiden will, hat also reichlich Auswahl.
Laufen mit Aussicht: Europas Hauptstadt-Marathons im Preischeck
Wem Deutschland zu klein geworden ist, findet in Europas Hauptstädten die nächste Laufherausforderung: vom Start unter dem Eiffelturm bis zum Ziel am Big Ben, jedes Rennen hat seine eigene Geschichte und Stimmung. Ein Blick auf Europas Hauptstädte zeigt: Laufen hier ist ein echtes Erlebnis, vorbei an Wahrzeichen, durch historische Straßen und mit Gänsehautmomenten an jeder Ecke. Doch das Abenteuer hat seinen Preis.
Der teuerste Marathon findet in London statt – stolze 257 € Startgeld, ohne Frühbucherrabatt. Direkt dahinter folgt Berlin mit 205 €. Am anderen Ende des Spektrums steht Zagreb: Wer dort früh bucht, läuft schon ab 27 € los, regulär kostet es 45 €, der günstigste Hauptstadt-Marathon Europas.
Früh anmelden lohnt sich! Beim Swedbank Tallinn Marathon in Estland kann man bis zu 90 € sparen, beim Athens Marathon The Authentic und dem Rock ’n’ Roll Madrid Marathon jeweils 80 €.
Im Schnitt kostet ein Startplatz in Europas Hauptstädten 129 €, mit Frühbucherrabatt nur 78 €, das sind durchschnittlich 51 € Ersparnis, einfach durch vorausschauendes Buchen. Doch bei Top-Events wie London sind die Plätze oft schon ein Jahr vorher verlost – Frühbucher brauchen also nicht nur Planung, sondern auch etwas Glück.
Fazit: Laufen durch Europas Metropolen heißt: atemberaubende Kulissen, besondere Stimmung und wer clever plant, spart genug für ein Festmahl nach dem Zieleinlauf.
Europas größte Marathons: Hier beben die Straßen
Der London Marathon ist das größte Laufevent Europas: 56.640 Teilnehmende machen die Stadt einmal im Jahr zur riesigen Laufarena. Knapp dahinter folgt der Paris Marathon mit 55.499 Läuferinnen und Läufern, die vorbei an Eiffelturm und Champs-Élysées den Frühling feiern.
Am anderen Ende stehen die kleineren Hauptstädte: In Zagreb und Bukarest starten jeweils rund 1.300 Läuferinnen und Läufer, Sofia bildet mit etwa 1.000 Teilnehmenden das Schlusslicht.
Fazit: Vom Mega-Marathon bis zum familiären Lauf, Europas Städte bieten für jeden Typ das passende Rennen.
Knapp am Weltrekord vorbei: Tempo-Jagd durch Europas Metropolen
Wenn in Europas Hauptstädten die Startschüsse fallen, beginnt die pure Bewegung und Begeisterung.
Die schnellste Strecke für Frauen führt im Jahr 2025 durch London: Tigst Assefa aus Äthiopien lief dort unglaubliche 02:15:50 Stunden – das sind 18,6 km/h über 42,195 Kilometer. Damit stellte die 29-Jährige einen neuen Weltrekord für reine Frauenrennen auf und verbesserte die bisherige Bestmarke von Peres Jepchirchir (2:16:16 aus 2024) um 26 Sekunden. Die Londoner Strecke hat Geschichte: Schon viele Bestzeiten wurden hier gelaufen.
Auch bei den Männern wurde Geschichte geschrieben: Sabastian Sawe aus Kenia dominierte mit 02:02:16 Stunden die Jahresweltbestzeit beim Berlin Marathon im September 2025 und verpasste den Weltrekord (02:00:35) um nur 1:41 Minuten.
Ganz anders, aber nicht weniger reizvoll ist der ING Night Marathon Luxemburg. Hier geht es nicht um Rekorde, sondern um Atmosphäre. Start ist um 19 Uhr, gelaufen wird in die Dämmerung hinein, durch enge Altstadtgassen, vorbei an 65 Musik-Hotspots und durch das mit Lampions beleuchtete Pétrusse-Tal. Die Siegerzeiten (Frauen: 03:12:32, Männer: 02:29:04) sind langsamer als anderswo, dafür ist das Erlebnis einzigartig.
Was haben wir gemacht?
Für diese Analyse haben wir knapp 110 Marathons in Deutschland recherchiert und Startgelder inklusive Frühbuchertarife, Termine, Orte und Bestzeiten sowie Teilnehmerzahlen verglichen. Zusätzlich haben wir 25 europäische Hauptstadt-Marathons unter die Lupe genommen – von Paris über London bis Athen. Auch hier wurden Startgelder, Bestzeiten und Teilnehmerzahlen erfasst und verglichen.
Die Daten wurden sorgfältig recherchiert, es besteht jedoch kein Anspruch auf Vollständigkeit. BLACKROLL® übernimmt keine Garantie für die Angaben. Einige Veranstaltungen für 2026 waren zum Zeitpunkt der Recherche noch nicht final bestätigt.
