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Biologisches alter
Regeneration 7 min Lesezeit

Das Geheimnis der Langlebigkeit: Entschlüssel dein biologisches Alter

Matthias Wittfoth
Dr. Matthias Wittfoth

Die Idee, über hundert Jahre in guter Gesundheit zu leben, lässt sich schwer fassen. Und die Vorstellung, jede Minute dieses Lebens in bestemöglichem Zustand zu erleben, ist fast zu schön, um wahr zu sein.

Fakt ist, das Alter ist mehr als eine Zahl.

Die Wissenschaft ist sich inzwischen sicher: Es gibt einen Unterschied zwischen dem biologischen Alter und dem chronologischen Alter. Während das Chronologische unweigerlich voranschreitet, ist das biologische Alter nicht in Stein gemeißelt. Es ist vielmehr ein Spiegel unserer Lebensweise, unserer Entscheidungen und unseres gesamten Wohlbefindens.

Die Forschung im Bereich der Langlebigkeit (Longevity) steht noch am Anfang und jeden Tag werden neue Entdeckungen gemacht, die unser Verständnis des Alterns erweitern.

Schon jetzt steht fest: Durch gezielte Lebensstiländerungen sowie moderne therapeutische Ansätze und neue Modelle der Künstlichen Intelligenz können wir die biologische Alterung verlangsamen, ja vielleicht sogar umkehren.

In diesem Artikel erfährst du, was das biologische Alter genau ist und wie es gemessen werden kann. Außerdem zeigen wir dir, was für Einflussfaktoren es gibt und welche Strategien schon jetzt existieren, um das biologische Alter positiv zu beeinflussen.

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Die Theorie des Alterns als Krankheit

Ein Konzept, das die Longevity-Forschung vorantreibt, ist das Altern als Krankheit. Die Vorstellung, dass Altern behandelt oder sogar geheilt werden kann, hat erst in den letzten Jahrzehnten an Popularität gewonnen, unter anderem durch Professor David Sinclair von der Harvard University.

Ein zentrales Ziel seiner Forschungsbemühungen ist es, altersbedingte Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Alzheimer und Diabetes zu verhindern oder zu verzögern.

Im Kern der Theorie steht die Idee, dass der Alterungsprozess nicht unausweichlich ist und durch biologische Mechanismen gesteuert wird, die verstanden und manipuliert werden können.

Durch das Identifizieren und Targetieren der zugrunde liegenden Ursachen des Alterns – wie Zellschäden, genetische Veränderungen und Stoffwechselstörungen – könnten wir in der Lage sein, die Auswirkungen des Alterns zu verlangsamen oder umzukehren. Dies könnte nicht nur die durchschnittliche Lebenserwartung erhöhen, sondern auch die Lebensqualität im Alter deutlich verbessern.

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Biologisches Alter vs. chronologisches Alter

Die Unterscheidung zwischen biologischen und chronologischem Alter ist entscheidend für unser Verständnis von Langlebigkeit und dafür, wie wir sie beeinflussen können.

2.1. Was ist das chronologische Alter?

Das chronologische Alter ist definiert durch die Anzahl der Jahre seit unserer Geburt. Es ist eine unveränderliche Konstante und dient als allgemeiner Indikator für die Lebensphase, in der sich eine Person befindet.

In der Gesellschaft dient das chronologische Alter oft als Maßstab für bestimmte Lebensereignisse und Erwartungen, wie den Beginn der Schulpflicht, das Erreichen der Volljährigkeit oder den Eintritt in den Ruhestand. Doch dieser einfache Zähler sagt wenig aus über unseren tatsächlichen physischen und geistigen Zustand. Das chronologische Alter bietet nur begrenzt Hinweise auf den individuellen Gesundheitszustand, die Lebensweise oder die Lebenserwartung.

2.2. Was ist das biologische Alter?

Im Gegensatz zum chronologischen ist das biologische Alter ein dynamischeres und aussagekräftigeres Maß. Es spiegelt den tatsächlichen Zustand des Körpers wider, einschließlich der Gesundheit der Zellen, Organe und Systeme. Das biologische Alter berücksichtigt die Anhäufung von Schäden auf molekularer Ebene, die Funktionsfähigkeit des Immunsystems, die Länge der Telomere und andere Biomarker, die Hinweise auf den Alterungsprozess geben.

Am biologischen Alter lässt sich ablesen, wie “alt” unser Körper oder jedes einzelne Organ im Vergleich zu einem durchschnittlichen Entwicklungs- oder Alterungsstandard ist. Die Zahl bietet damit eine realistischere Einschätzung unserer individuellen Lebensuhr, unabhängig vom chronologischen Alter.

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Messung des biologischen Alters

Die Fähigkeit, das biologische Alter präzise zu messen, steht im Zentrum der Langlebigkeitsforschung und ist entscheidend für das Verständnis und die Beeinflussung des Alterungsprozesses. Durch die genauere Bestimmung des biologischen Alters lassen sich individuell zugeschnittene Gesundheits- und Wellnessprogramme erstellen, die darauf abzielen, das biologische Altern zu verlangsamen und die Lebensqualität zu verbessern.

Während das chronologische Alter durch den Kalender bestimmt wird, ist die Bestimmung des biologischen Alters deutlich komplexer. Die Messung stützt sich auf sogenannte Biomarker, die physische und biochemische Anzeichen für den Zustand unseres Körpers geben. Dazu gehören unter anderem die Länge der Telomere, epigenetische Veränderungen, Proteinoxidationsniveaus und Entzündungsmarker. Diese Biomarker geben Aufschluss darüber, wie gut oder schlecht unser Körper gealtert ist, und bieten einen Einblick in das tatsächliche biologische Alter im Vergleich zum chronologischen Alter.

3.1. Telomerlänge

Einer der am weitesten erforschten Biomarker für das biologische Alter sind Telomere, die schützenden Endkappen unserer Chromosomen. Mit jeder Zellteilung verkürzen sich die Telomere, bis die Zelle schließlich nicht mehr funktioniert oder stirbt. Längere Telomere werden mit einem jüngeren biologischen Alter und einer geringeren Anfälligkeit für altersbedingte Erkrankungen in Verbindung gebracht. Einige Unternehmen bieten Tests an, die speziell die Länge der Telomere in den Zellen messen.

3.2. Epigenetische Tests

Eine weitere Methode zur Bestimmung des biologischen Alters sind epigenetische Uhren, die auf DNA-Methylierungsmustern basieren. Diese Uhren können das biologische Alter mit erstaunlicher Genauigkeit vorhersagen.

Epigenetische Tests erfassen die Auswirkungen von Umwelt- und Lebensstilfaktoren – einschließlich der Ernährung – auf das Genom. Sie können zum Beispiel individuelle Unterschiede in der Reaktion auf Veränderungen in der Ernährung aufzeigen, so dass sich personalisierte Ernährungspläne entwickeln lassen.

Solche Alterstests, etwa vom deutschen Anbieter EpiAge, eignen sich daher besonders gut für eine Ernährungsumstellung. Der Test wird idealerweise davor und danach durchgeführt. So lässt sich vergleichen, wie effektiv die Ernährungsumstellung bei der Beeinflussung des biologischen Alters war.

3.3. Metabolomische Profilierung

Einige Tests gehen über genetische und zelluläre Marker hinaus und analysieren das Metabolom – die Gesamtheit aller kleinen Moleküle, die im Körper als Ergebnis biologischer Prozesse vorhanden sind. Diese Tests können ein breites Spektrum an Informationen liefern, von Nährstoffmängeln bis hin zu Risikofaktoren für bestimmte Krankheiten, und bieten einen umfassenden Überblick über den Gesundheitszustand.

3.4. Kombinierte Ansätze

Es gibt auch Tests, die eine Kombination verschiedener Biomarker nutzen, um eine noch genauere Bestimmung des biologischen Alters zu ermöglichen. Diese kombinierten Ansätze können Daten aus der Telomerlänge, epigenetischen Uhren, metabolomischen Profilen und weiteren Biomarkern wie Entzündungswerten und Herz-Kreislauf-Indikatoren integrieren.

Bei der Wahl eines Tests ist es wichtig, sich an seriöse Anbieter zu wenden und die Ergebnisse im Kontext eines umfassenden Gesundheits- und Wellnessplans zu betrachten. Idealerweise hast du Unterstützung von einem oder einer Gesundheitsexpert:in, um aus den Ergebnissen die besten Strategien für eine gesunde Langlebigkeit abzuleiten.

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Einflussfaktoren auf das biologische Alter

Die Unterscheidung zwischen biologischen und chronologischem Alter zeigt, dass Altern kein unvermeidlicher, gleichförmiger Prozess ist. Vielmehr ist es ein Zustand, der durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst wird. Darunter

  • Genetik,
  • Ernährung,
  • Bewegung,
  • Stressmanagement und
  • Umweltexpositionen.

Die Erkenntnis, dass sich das biologische Alter durch bewusste Entscheidungen und Lebensstiländerungen verändern lässt, eröffnet neue Möglichkeiten: sowohl für die Prävention und Behandlung von altersbedingten Erkrankungen als auch für die Verlängerung einer gesunden Lebensspanne. Diese Perspektive legt nahe, dass Langlebigkeit weniger eine Frage des Schicksals ist als vielmehr das Ergebnis von Entscheidungen, die wir täglich treffen.

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Strategien zur Verlangsamung des biologischen Alterns

Das biologische Alter ist beeinflussbar. Diese Erkenntnis öffnet ein vielversprechendes Feld von Strategien, die darauf abzielen, den Alterungsprozess zu verlangsamen und die Lebensspanne zu verlängern. Diese Ansätze reichen von Lebensstiländerungen über Ernährungsumstellungen bis hin zu hochmodernen wissenschaftlichen Interventionen. Sie alle sollen die Qualität und Dauer unseres Lebens verbessern, indem sie auf die biologischen Mechanismen einwirken, die unser Altern bestimmen.

Während die nachfolgenden Strategien vielversprechend sind, ist es wichtig, sich bewusst zu sein, dass die Wissenschaft des Alterns komplex und noch nicht vollständig verstanden ist. Jede Intervention muss sorgfältig auf ihre langfristigen Auswirkungen hin untersucht werden, um sicherzustellen, dass sie nicht nur das Leben verlängert, sondern auch die Lebensqualität erhöht.

5.1. Lebensstilfaktoren

Während ein Teil unseres biologischen Alters durch die Genetik vorbestimmt ist, zeigen Forschungen, dass der Lebensstil eine ebenso wichtige Rolle spielt. Faktoren wie Ernährung, körperliche Aktivität, ausreichend Schlaf, Stressmanagement und soziale Kontakte haben signifikante Auswirkungen auf die Geschwindigkeit des biologischen Alterns. Ein gesunder Lebensstil kann dazu beitragen, das biologische Alter zu reduzieren, selbst wenn das chronologische Alter steigt.

5.2. Bewegung und Ernährung

Bewegung, insbesondere aerobes Training, Krafttraining und Flexibilitätsübungen, kann die Telomerlänge positiv beeinflussen und die Zellalterung verlangsamen. Eine Ernährung, reich an Antioxidantien, Omega-3-Fettsäuren und anderen entzündungshemmenden Nahrungsmitteln, unterstützt die Zellgesundheit und fördert die Langlebigkeit.

Zudem haben wissenschaftliche Studien gezeigt, dass intermittierendes Fasten und kalorienreduzierte Diäten das biologische Alter beeinflussen können. Diese Ernährungsformen können zur Verbesserung der Insulinsensitivität beitragen, Entzündungen reduzieren und die Autophagie fördern – einem Prozess, bei dem Zellen defekte Bestandteile abbauen und recyceln, was zur Langlebigkeit beiträgt.

5.3. Fortschrittliche Therapien

Auf der Spitze der wissenschaftlichen Forschung stehen fortgeschrittene Therapien, die auf die molekularen und zellulären Prozesse abzielen, welche das Altern antreiben. Senolytika sind ein Beispiel für solche Interventionen. Das sind Medikamente, die seneszente Zellen eliminieren sollen, welche zum Alterungsprozess und zu altersbedingten Erkrankungen beitragen. Die Forschung in diesem Bereich befindet sich noch in den Anfängen, doch die ersten Ergebnisse sind vielversprechend und könnten den Weg für Behandlungen ebnen, die das Altern auf zellulärer Ebene umkehren.

5.4. Gen- und Zelltherapien

Die revolutionären Technologien der Gen- und Zelltherapie bieten potenziell transformative Ansätze zur Bekämpfung des Alterns. Bestimmte Werkzeuge (z. B. CRISPR-Cas9) ermöglichen die gezielte Modifikation von Genen, die mit Langlebigkeit und Krankheitsresistenz in Verbindung stehen. Obwohl diese Technologien noch in den Kinderschuhen stecken, könnten sie eines Tages dazu beitragen, die genetischen Ursachen des Alterns direkt anzugehen und zu korrigieren.

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Fazit

Longevity ist eine der spannendsten Herausforderungen unserer Zeit. Sie fordert uns auf, über unsere Grenzen hinauszudenken, innovative Lösungen zu erforschen und die Art und Weise, wie wir Altern wahrnehmen und erleben, neu zu definieren.

Altern ist ein Prozess, der unausweichlich ist. Du kannst ihn aber durch gezielte Maßnahmen und bewusste Entscheidungen positiv beeinflussen. Die Unterscheidung zwischen dem chronologischen und dem biologischen Alter zeigt:

Wir haben es selbst in der Hand, unsere Lebensqualität und Lebensdauer zu verbessern.

Durch die Erkundung und Anwendung von Lebensstiländerungen, Ernährungsumstellungen und fortschrittlichen wissenschaftlichen Interventionen haben wir die Möglichkeit, nicht nur länger zu leben, sondern auch gesünder und erfüllter.