Wann kein Faszientraining?

Veröffentlicht in Faszien 14. April 2021

In welchen Fällen du auf das Training mit der BLACKROLL® verzichten solltest.

Faszientraining ist großartig. Jeder, der schon einmal den Effekt eines ordentlichen Rollouts erlebt hat, wird dem zustimmen. Trotzdem tritt bei vielen Menschen immer wieder Verunsicherung auf.

Wenn auch du nicht weißt, ob du aufgrund von Vorerkrankungen oder Beschwerden eine Selbstmassage mit Faszienrolle und Co. durchführen kannst, wird dir dieser Beitrag weiterhelfen.

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Wann raten wir von einer Anwendung der Faszienrolle ab?

Grundsätzlich gibt es drei Bedingungen, die eine Anwendung der myofaszialen Selbstmassage auf dem betroffenen Bereich ausschließen. Zu diesen drei „harten Kontraindikationen“ gehören:

  • Rötung
  • Schwellung
  • Akuter Schmerz

Diese Umstände treten bei nahezu allen akuten Traumata und Erkrankungen wie bei frischen Verletzungen und Thrombosen auf. In der ersten Phase der Genesung sind die Entzündungswerte sehr hoch. Das Rollen auf stark entzündeten Regionen kann den Zustand verschlimmern. Eine Anwendung der BLACKROLL® ist in diesem Fall nicht zu empfehlen.

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Wann ist beim Faszientrainig Vorsicht geboten?

In gewissen Fällen muss individuell entschieden werden, ob eine Anwendung der myofaszialen Selbstmassage möglich ist. Wir sprechen von sogenannten „weichen Kontraindikationen“. In diesen Fällen solltest du mit dem Arzt klären, ob und in welcher Form eine Anwendung Sinn macht. Bei lokalen Problematiken können nicht betroffene Körperteile meist ohne Bedenken ausgerollt werden. Bei gewissen Beschwerdebildern (z. B. Bandscheibenvorfall) kann dies sogar von Nutzen sein.

Folgende Themen zählen wir unter anderem zu den weichen Kontraindikationen:

Osteoporose

Osteoporose ist eine Erkrankung, bei der die Knochen im Körper dünner und poröser und damit anfällig für Brüche werden. Jeder Knochen kann davon betroffen sein. Unter Umständen kann der Druck, den du mit deinem Körper auf die Faszienrolle ausübst, zu hoch sein und einen Bruch begünstigen. Es ist also Vorsicht geboten.

Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten

Wenn du gerinnungshemmende Medikamente zu dir nimmst, kann es beim Faszientraining vermehrt zu blauen Flecken kommen. Der erste Blick in den Spiegel nach einer Einheit auf der Faszienrolle kann dann erstmal erschreckend sein. Deshalb gilt: Immer zuerst das Einverständnis vom Arzt einholen

Bandscheibenvorfall

Der Bandscheibenvorfall ist ein kontrovers diskutiertes Thema. Bei Rückenschmerzen sind nämlich meistens nicht die Bandscheiben die Wurzel des Übels. Oft sind es Muskel-Faszien-Verhärtungen, die die Schmerzen auslösen. In diesem Fall kannst du mit entsprechender therapeutischer Unterstützung sowie Übungen für zu Hause zur Schmerzlinderung beitragen. Bei akutem Bandscheibenvorfall raten wir dir davon ab, direkt über die betroffene Körperstelle zu rollen. Der Schmerz wird uns in diesem Fall aber sowieso das richtige Signal geben.

Fibromyalgie

Die Schulmedizin spricht sich gegen die Selbstmassage bei Fibromyalgie aus. Allerdings gibt es vielversprechende Beobachtungen, dass Faszientraining auch Personen, die davon betroffen sind, helfen kann. Darüber hinaus hat sich gerade bei Patienten, bei denen herkömmliche Behandlungsformen gescheitert sind, eine Anwendung mit BLACKROLL® Tools als positiv herausgestellt. Trotzdem solltest du die Erkrankung ernst nehmen und zuerst mit deinem behandelnden Arzt sprechen, bevor du dich an das Training wagst.

Rheumatische Erkrankungen

Krankheiten des Bewegungsapparates, die nicht durch eine akute Verletzung oder durch eine Tumorerkrankung verursacht werden, nennen wir Rheuma. Diese Krankheiten sind sehr individuell zu betrachten und letztlich kann nur ein Arzt entscheiden, ob eine BLACKROLL® Massage Sinn macht. Grundsätzlich hat die Faszienmassage positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel. Verschiedene Reparatur-Vorgänge des Körpers werden angeregt. Ein positiver Verlauf könnte durch die Anwendung der Faszienrolle begünstigt werden.

Gelenkersatz

Im Normalfall ist Gelenkersatz kein Problem. Verbesserte Operationstechniken und moderne künstliche Gelenke erlauben es, dass wir uns nach ausreichend Rehabilitationszeit wieder normal sportlich betätigen. Dennoch kann dieser Punkt eine Kontraindikation darstellen, weil jeder Eingriff ein grundlegendes Risiko mit sich bringt. Ob und wann nach einer Operation wieder gerollt werden darf, solltest du auf jeden Fall mit dem behandelnden Chirurgen absprechen.

Tumorerkrankungen

Das Problem bei Tumorerkrankungen ist, dass es Bedenken gibt, dass Massage-Therapie dazu führen kann, den Krebs zu verbreiten. Ob dies tatsächlich der Fall ist, bedarf weiteren Untersuchungen. Im Zweifel lieber einen Schritt zurück machen und auf das Training mit der Rolle verzichten.

Schwangerschaft

Auch im Falle einer Schwangerschaft sollte der Rat des behandelnden Arztes eingeholt werden. Ob die Faszienrolle während der Schwangerschaft zum Einsatz kommen darf, hängt unter anderem von der Schwangerschaftswoche ab. Im ersten und letzten Trimester ist besondere Vorsicht geboten. Darüber hinaus sollten empfindliche Reflexzonen an der Fußsohle, an der Oberschenkel Innenseite und an den Waden ausgespart werden. Generell ist auf eine geringere Druckintensität zu achten.

Faszientraining in der Schwangerschaft
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Fazit Kontraindikationen Faszientraining

Schlussendlich ist jeder Mensch individuell und empfindet Schmerzen auf unterschiedliche Weise. Alle Empfehlungen, die wir dir hier geben, dienen lediglich als Orientierung. Die letzte Instanz für Entscheidungen bist immer du. Höre auf die Signale deines Körpers. Im Zweifel: Lieber einmal öfter die Meinung eines Arztes einholen. Wenn dieser sein Einverständnis gibt und alle Zeichen auf grün sind, steht einer Anwendung der BLACKROLL® Faszienrolle nichts im Wege. Dann bleibt uns nichts mehr anderes übrig, als dir viel Spaß beim Training zu wünschen!

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