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RegenerationPsyche12 min Lesezeit

Burnout: Ursachen, Symptome, Behandlung und Prävention für mehr Lebensqualität

veröffentlicht von Dr. med. Simon Senner in Regeneration am 27.8.2025
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Dr. med. Simon Senner

Du fühlst dich dauerhaft erschöpft, ausgelaugt und überfordert? Dann könnte womöglich ein Burnout der Grund dafür sein. Erfahre in unserem Artikel, wie du Warnsignale erkennen kannst, rechtzeitig gegensteuerst und deine mentale Gesundheit stärkst – für mehr Energie und Lebensqualität im Alltag.

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Warum Burnout heute so relevant ist

In unserer schnelllebigen Welt ist Burnout zu einer ernstzunehmenden Erkrankung geworden. Ob Berufstätige, Eltern, Studierende oder Führungskräfte – immer mehr Menschen spüren die Folgen von dauerhaftem Stress und überhöhten Anforderungen.

Burnout kann nicht nur die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, sondern auch die Lebensfreude und Gesundheit massiv gefährden. Die Kombination aus hoher Belastung, gesellschaftlichem Druck und fehlenden Erholungsphasen macht Burnout heute so relevant wie nie zuvor.

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Was ist Burnout?

Fühlst du dich, als hätte dir jemand den Stecker gezogen? Du bist plötzlich „aus“ und findest nur schwer oder gar nicht wieder zurück in deinen Rhythmus? Viele Betroffene berichten im Zusammenhang mit Burnout von genau diesem Gefühl.

Der Begriff „Burnout“ beschreibt einen Zustand tiefer körperlicher, emotionaler und mentaler Erschöpfung, der meist durch langanhaltenden Stress entsteht – besonders im beruflichen oder leistungsbezogenen Kontext. Ein Burnout ist die Folge dieser dauerhaften Überforderung.

Im Gegensatz zur normalen Erschöpfung bleibt beim Burnout das Gefühl der Ausgebranntheit bestehen. Auch Stress gehört zum Leben – kurzfristig kann er anspornen. Doch ohne Erholung steigt das Risiko für eine psychische Erkrankung wie das Burnout-Syndrom.

Im Vergleich zur Depression steht beim Burnout der Verlust von Motivation und Energie im Vordergrund. Eine klare Abgrenzung der Symptome ist wichtig – am besten durch eine ärztliche oder psychotherapeutische Einschätzung.

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Burnout: Ursachen und Risikofaktoren

Die Ursachen für Burnout sind sehr vielfältig und können sich individuell ganz unterschiedlich zeigen, oft führt jedoch eine Kombination aus mehreren Faktoren dazu:

  • Arbeitsdruck und Überlastung: Arbeitsdruck, ständige Erreichbarkeit und lange Arbeitszeiten führen zu chronischem Stress. Am Arbeitsplatz gibt es zudem oftmals nur wenig Handlungsspielraum, schlechte Kommunikation oder dauerhafte Überstunden. Wer sich ständig unter Druck gesetzt fühlt, riskiert, auszubrennen.
  • Perfektionismus und hoher Selbstanspruch: Menschen mit perfektionistischen Zügen neigen dazu, sich selbst übermäßig zu fordern und selten zufrieden zu sein, was die Belastung erhöht.
  • Fehlende Anerkennung: Wenn Engagement nicht gewürdigt wird, entsteht Frustration. Das Gefühl, nicht gesehen oder wertgeschätzt zu werden, belastet emotional.
  • Private Belastungen: Private Belastungen, z. B. durch Kinder, Angehörige oder finanzielle Sorgen können die ohnehin schon hohe Belastung verstärken.
  • Gesellschaftliche und digitale Einflüsse: Die ständige Erreichbarkeit und Reizüberflutung durch digitale Medien erhöhen den Druck zusätzlich.
  • Risikofaktoren: Neben diesen Ursachen gibt es bestimmte Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit eines Burnouts erhöhen: Mangelnde soziale Unterstützung, geringe Autonomie im Job, unrealistische Ziele, fehlende Pausen und eine schlechte Work-Life-Balance zählen dazu.
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Burnout: Symptome und Warnzeichen erkennen

Burnout äußert sich in einer Vielzahl von körperlichen, emotionalen und mentalen Symptomen. Oft treten auch körperliche Schmerzen wie Verspannungen, Kopfschmerzen oder Magenprobleme auf – typische Zeichen, die viele Ärzte im Rahmen der psychosomatischen Abklärung beobachten.

Bei anhaltenden Beschwerden solltest du Kontakt zu medizinischem Fachpersonal aufnehmen. Je früher ein Arzt eingebunden wird, desto besser ist die Prognose.

Du solltest frühe Anzeichen ernst nehmen, um eine Verschlimmerung zu vermeiden. Zu den körperlichen, emotionalen und mentalen Symptomen zählen:

Körperliche Symptome

  • Anhaltende Erschöpfung, die sich nicht durch Schlaf erholt
  • Schlafstörungen und Einschlafprobleme
  • Häufige Kopfschmerzen, Muskelverspannungen und Magen-Darm-Beschwerden
  • Häufige Infekte durch geschwächtes Immunsystem

Emotionale und mentale Symptome

  • Gefühl von innerer Leere, Hoffnungslosigkeit und Gleichgültigkeit
  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
  • Gereiztheit, Nervosität und emotionale Überforderung
  • Rückzug von sozialen Kontakten und Verlust von Interesse an früheren Hobbys
  • Negative Gedanken und Selbstzweifel

Warnsignale

  • Leistungsabfall trotz großer Anstrengung
  • Gefühl der Überforderung und des Ausgebranntseins
  • Erhöhte Fehleranfälligkeit und innere Unruhe

Wer mehrere dieser Burnout-Anzeichen bei sich bemerkt, sollte über einen Burnout-Test und eine ärztliche Abklärung nachdenken. Der Hausarzt oder ein Psychiater ist der richtige Ansprechpartner bei diesen Symptomen.

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Burnout-Phasen: Von der Überforderung bis zum Zusammenbruch

Burnout entwickelt sich in Phasen – beginnend mit hoher Motivation, über Frustration und Rückzug bis hin zum völligen Energieverlust. In der letzten Phase können ernste psychische Störungen auftreten.

Ein Beispiel: Menschen, die sich über Jahre hinweg im Job oder bei der Betreuung ihrer Kinder überfordern, erleben häufig schleichende Verschlechterungen, bevor der völlige Zusammenbruch erfolgt.

Typischerweise durchlaufen Betroffene diese zwölf Burnout-Phasen nach Herbert Freudenberger, einem deutsch-amerikanischen Psychologen und Psychoanalytiker, der vor allem für seine Arbeiten zum Burnout-Syndrom bekannt ist. Die Phasen zeigen, wie sich Burnout schleichend entwickelt:

  1. Zwang, sich zu beweisen: Betroffene wollen unbedingt zeigen, dass sie unentbehrlich sind, und arbeiten über ihre Grenzen hinaus.
  2. Verstärkter Einsatz: Aufgaben werden mit noch mehr Energie und Perfektionismus angegangen, Pausen und Ausgleich rücken in den Hintergrund.
  3. Vernachlässigung eigener Bedürfnisse: Schlaf, Ernährung, Bewegung oder soziale Kontakte werden vernachlässigt – alles ordnet sich dem Einsatz für Arbeit oder Verpflichtungen unter.
  4. Konfliktvermeidung und Verdrängung: Erste Warnsignale des Körpers und Konflikte werden ignoriert oder klein geredet („Das geht schon vorbei“).
  5. Veränderung der Werte: Freunde, Hobbys oder Familie verlieren an Bedeutung, die Arbeit wird zum alleinigen Lebensinhalt.
  6. Leugnung von Problemen: Betroffene reagieren gereizt, zynisch oder intolerant – andere sind „schuld“, man selbst sieht das Problem nicht.
  7. Rückzug: Soziale Kontakte werden reduziert, Isolation nimmt zu, es entsteht das Gefühl, niemand verstehe einen.
  8. Verhaltensänderungen: Stimmungsschwankungen, Aggressivität, Zynismus oder auffällige Gleichgültigkeit zeigen sich immer häufiger.
  9. Verlust des Gefühls für die eigene Persönlichkeit: Betroffene fühlen sich leer, fremd oder wie „ferngesteuert“, Freude und Motivation verschwinden.
  10. Innere Leere: Das Gefühl, innerlich „ausgebrannt“ zu sein. Manche versuchen, dies durch zu viel Essen, Alkohol, Drogen oder exzessives Arbeiten zu kompensieren.
  11. Depression: Hoffnungslosigkeit, Antriebslosigkeit und tiefe Traurigkeit breiten sich aus. Häufig treten Schuldgefühle oder Selbstzweifel auf.
  12. Völlige Erschöpfung: Körperlich, seelisch und geistig ist nichts mehr möglich. Es kommt zum „Zusammenbruch“, oft verbunden mit der Notwendigkeit einer längeren Therapie oder Klinikaufenthalts.

Wichtig: Nicht jede:r durchläuft alle Phasen, und der Verlauf ist individuell. Aber die Systematik zeigt, wie Burnout oft unbemerkt beginnt und sich verstärkt, wenn keine Gegenmaßnahmen erfolgen.

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Wie wird Burnout festgestellt?

Ein Burnout-Test aus dem Internet kann ein erster Hinweis auf das Ausmaß der Erschöpfung sein, ersetzt aber keine fundierte medizinische Diagnose.

Ein Burnout-Test besteht aus Fragen, die typische Symptome wie emotionale Erschöpfung, körperliche Beschwerden, Konzentrationsprobleme sowie soziale und berufliche Auswirkungen erfassen. Basierend auf den Antworten bewertet der Test Stressbelastung, Motivation und Zufriedenheit, um das Burnout-Risiko einzuschätzen.

Deckt ein solcher Test erste Anzeichen auf, dass du unter Burnout leiden könntest, solltest du immer einen Arzt oder eine psychologische Fachperson konsultieren, denn eine sorgfältige Abgrenzung zu anderen psychischen oder körperlichen Erkrankungen ist immens wichtig, etwa zu Depression, chronischem Stress oder somatischen Beschwerden. Auch psychosomatische Kliniken helfen bei der Definition und Einordnung der Beschwerden.

Für eine professionelle Diagnose sind meist folgende Schritte notwendig:

  • Körperliche Untersuchung: Zunächst erfolgt eine ärztliche Abklärung, um körperliche Ursachen wie z. B. Schilddrüsenerkrankungen, Vitaminmangel oder Infekte auszuschließen, die ähnliche Symptome wie Erschöpfung oder Antriebslosigkeit verursachen können.
  • Psychologische Beurteilung: Ein Facharzt für Psychiatrie oder ein Psychotherapeut führt eine psychische Einschätzung durch. Dabei werden Stimmungslage, Belastungsempfinden, Denk- und Verhaltensmuster sowie emotionale Reaktionen analysiert.
  • Anamnese und Lebensumstände: In ausführlichen Gesprächen werden aktuelle Stressfaktoren, berufliche und private Belastungen sowie persönliche Ressourcen und Risikofaktoren erfasst.
  • Ausschluss anderer Erkrankungen: Da Burnout-Symptome Überschneidungen mit Depressionen, Angststörungen oder chronischem Stress zeigen, ist eine Differenzialdiagnose besonders wichtig.

Wichtig zu wissen: Burnout ist bisher keine eigenständige Diagnose im Sinne der internationalen ICD-Klassifikation (International Classification of Diseases). Es wird dort als „Problem mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“ geführt – also als ernst zu nehmende Befindlichkeitsstörung, die medizinische Aufmerksamkeit verdient.

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Behandlungsmöglichkeiten bei Burnout

Die Behandlung von Burnout ist individuell und richtet sich nach dem Schweregrad der Symptome sowie den persönlichen Lebensumständen. Ziel ist es, körperliche, emotionale und mentale Erschöpfung abzubauen, neue Kraftquellen zu aktivieren und langfristige Veränderungen im Alltag zu fördern.

Zu den bewährten Methoden zählen:

  • Psychotherapie: Gesprächstherapien – insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie – haben sich in der Behandlung von Burnout bewährt. Hier lernen Betroffene, belastende Denkmuster und Verhaltensweisen zu erkennen, zu hinterfragen und durch gesündere Strategien zu ersetzen. Auch tiefenpsychologisch fundierte oder systemische Ansätze können sinnvoll sein, je nach individueller Problemlage.
  • Medizinische Behandlung bei begleitenden Erkrankungen: Wenn zusätzlich psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Schlafprobleme vorliegen, kann eine ärztliche Behandlung mit Medikamenten notwendig sein. Diese sollte jedoch stets gut überwacht und durch psychotherapeutische Maßnahmen ergänzt werden.
  • Rehabilitationsmaßnahmen und Klinikaufenthalte: Bei schwereren Burnout-Verläufen sind Aufenthalte in spezialisierten psychosomatischen oder psychiatrischen Kliniken oder Rehabilitationskliniken empfehlenswert. Dort erhalten Patienten ein ganzheitliches Programm mit medizinischer Betreuung, Psychotherapie, Bewegungstherapie, Achtsamkeitsübungen und sozialer Beratung. Ziel ist eine nachhaltige Stabilisierung – fernab vom belastenden Alltag.
  • Coaching und Selbsthilfe: In leichteren Fällen oder zur Nachsorge können Coachings, Selbsthilfegruppen oder Online-Programme helfen. Techniken wie Stressmanagement, Achtsamkeitstraining, Progressive Muskelentspannung, Yoga oder regelmäßige Bewegung stärken die Selbstwirksamkeit und helfen, den Alltag wieder zu strukturieren.
  • Selbstfürsorge und Lebensstilveränderung: Eine nachhaltige Genesung ist ohne Selbstfürsorge kaum möglich. Dazu gehören ausreichend Schlaf, Sport, gesunde Ernährung, bewusste Pausen, digitale Auszeiten und regelmäßige soziale Kontakte. Auch der Mut, eigene Bedürfnisse ernst zu nehmen und Prioritäten neu zu setzen, ist ein wichtiger Teil des Heilungsprozesses.

Wichtig: Bei Burnout gibt es keinen „Schalter“, der sich schnell umlegen lässt. Die Genesung verläuft schrittweise – oft genauso langsam und schleichend wie die Entstehung. Geduld, realistische Erwartungen und eine konsequente Entlastung sind deshalb entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung.

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Burnout-Prävention: So schützt du dich vor Erschöpfung

Vorbeugung ist der Schlüssel, um Burnout erst gar nicht entstehen zu lassen. Eine große Rolle dabei spielt Resilienz, also die Fähigkeit, psychisch und emotional widerstandsfähig zu sein, auch in schwierigen oder stressigen Situationen stabil zu bleiben, sich anzupassen und sich von Rückschlägen zu erholen.

Die wichtigste Regel: Vorbeugung ist besser als Heilung. Achte auf einen gesunden Lebensstil, baue Sport und Bewegung in den Alltag ein und lerne, deine Belastungsgrenzen frühzeitig zu erkennen.

Gerade im beruflichen Umfeld helfen klare Regeln zur Erreichbarkeit und realistische Zielsetzungen, um langfristige Überlastung zu vermeiden.

Resiliente Menschen können Belastungen besser bewältigen, ohne langfristig aus dem Gleichgewicht zu geraten.

Diese 7 Strategien helfen dir, deine Widerstandskraft nachhaltig zu stärken:

  • Stressmanagement lernen: Nutze Techniken wie Meditation, Atemübungen oder Achtsamkeit, um Stress abzubauen und innere Ruhe zu finden.
  • Gesunden Lebensstil pflegen: Achte auf ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft.
  • Eigene Grenzen erkennen: Lerne, „Nein“ zu sagen und deine Bedürfnisse ernst zu nehmen, um Überforderung zu vermeiden.
  • Soziale Beziehungen stärken: Pflege den Austausch mit vertrauten Menschen und lasse Unterstützung zu – das schützt vor Isolation.
  • Pausen aktiv einplanen: Integriere kurze Erholungsphasen im Alltag, etwa Spaziergänge oder bewusste Auszeiten.
  • Digitale Auszeiten schaffen: Reduziere bewusst Bildschirmzeit, besonders abends, und schaffe handyfreie Zeiten.
  • Selbstreflexion üben: Reflektiere regelmäßig deine Gefühle und Belastungen, um Warnsignale früh zu erkennen und gegenzusteuern.

Diese Tipps helfen dir, Schritt für Schritt deine Balance zu stärken – mit Geduld und Selbstmitgefühl.

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Leben nach dem Burnout: Rückkehr in den Alltag

Nach einem Burnout gestaltet sich die Rückkehr in Beruf und Alltag oft als sensibler Prozess, der behutsam und gut geplant erfolgen sollte. 

Der Wiedereinstieg in den Beruf oder die Familie erfolgt schrittweise.

Hierbei ist es hilfreich, sich an Reha-Empfehlungen, medizinische Informationen und therapeutische Pläne zu halten – am besten in Absprache mit Fachpersonal und dem beruflichen Umfeld.

Am Arbeitsplatz können offene Gespräche mit Vorgesetzten über reduzierte Tätigkeiten oder flexible Arbeitsmodelle viel bewirken. Eine schrittweise Wiedereingliederung mit angepasster Tätigkeitsstruktur und Pausen hilft Betroffenen, Überforderung zu vermeiden und die Belastbarkeit langsam wieder aufzubauen, um ihre Aufgaben zu erfüllen.

Die Heilungschancen sind bei frühzeitiger Behandlung und kontinuierlicher Selbstfürsorge gut, es ist jedoch wichtig, geduldig mit sich selbst zu sein und Rückschläge nicht als Misserfolg zu sehen. Rückfälle können trotz aller Vorsicht vorkommen, sollten aber nicht entmutigen.

Ein bewusster Umgang mit Stress, regelmäßiges Stressmanagement und das Offenbleiben für Unterstützung durch Therapeuten oder das soziale Umfeld sind entscheidend, um langfristig stabil zu bleiben und erneuter Erschöpfung vorzubeugen.

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Wann und wo Hilfe suchen?

Wenn du dich dauerhaft erschöpft fühlst, Schlafprobleme hast oder emotional ausgebrannt bist, solltest du professionelle Unterstützung suchen. Sprich mit deinem Hausarzt oder suche den Kontakt zu einer psychotherapeutischen oder psychiatrischen Praxis. Auch spezialisierte psychosomatische oder psychiatrische Kliniken, Rehazentren oder telefonische Beratungsstellen für psychische Gesundheit und Selbsthilfegruppen können dich unterstützen.

Patienten und Angehörige finden hilfreiche Informationen auf Portalen zur mentalen Gesundheit oder über Krankenkassen.

Wichtig: Sich Hilfe bei Burnout zu suchen ist wichtig und kein Zeichen von Schwäche – ganz im Gegenteil, du zeigst Stärke, weil du dich für dich und deine mentale Gesundheit einsetzt.

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Fazit

Burnout betrifft viele Menschen und zeigt, wie wichtig es ist, auf die eigene Gesundheit zu achten. Indem du Symptome erkennst, Ursachen verstehst und frühzeitig vorbeugst, kannst du Burnout vermeiden oder besser bewältigen. Eine Kombination aus professioneller Behandlung, Selbstfürsorge und sozialer Unterstützung ist der beste Weg, um die eigene Lebensqualität zu erhalten und langfristig gesund zu bleiben. Wenn du den Verdacht auf Burnout hast, vereinbare einen Termin bei deinem Hausarzt und nimm Hilfe in Anspruch.

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FAQ: Häufige Fragen zu Burnout

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